VIII
Vorrede.
die Arbeit, die mir dadurch erwuchs, ist, da häufigkaum mehr als die Halste des alten Textes stehen blieb,in der That eine größere geworden, als eine eigneUebertragung mir gemacht haben würde. Es kanneine solche Umgestaltung in sehr verschiedenem Maßegeschehen, und ich muß einraumen, daß ich in diesemMaße während der Arbeit wiederholt geschwankt habe.Zu Anfang jedes einzelnen Tages ist das Bestreben,mit meinen Aenderungen sparsam einzugreifen, schwer-lich zu verkennen; ebenso wenig aber auch der mitjeder Geschichte wachsende Eifer, es an Dem, wasmir nun einmal Verbesserung schien, nicht fehlen zulassen. Möge meinem, vielleicht nur allzu guten,Willen die Ungleichheit, die dadurch erwachsen seinmag, verziehen werden. Nur die fünf Canzonen,die sich in jenen vier Giornaten befinden, sind völligunverändert geblieben.
Daß ich auch die vier ersten Tage fortwährendund möglichst sorgsam mit dem Originale verglichenund, soweit ich konnte, verbessert habe, bedarf kaumeiner Erwähnung. Nur ein probirend hin- und her-fahrendes, stückweis immer wieder neu Uebersctzen, wieich wohl sehe, daß Manche cs bei neuen Auflagen vonsich rühmen, scheint mir für Den nicht zu paffen,der von Hause aus wußte, was er wollte, und auchgleich zu Anfang es allerdings an Einsicht, schwerlichaber an Eifer und Sorgfalt hat fehlen lassen.
Halle, den 26. April 1843.
Karl Witte.