Vom Dienst u. Asterdienst unter d. Herrschaft -c. Allgcm. Anm. 380
der Menschen beiträgt, und das innere Licht („unter dem Scheffel")dieser Begnadigten nicht auch äußerlich, durch gute Werke, leuchtenwill, und zwar, (wie man nach diesem ihrem Vorgeben wohl for-dern könnte), vorzüglich vor anderen natürlich-ehrlichen Menschen,welche die Religion nicht zur Ersetzung, sondern zur Beförderungder Tugendgcsinnung, die in einem guten Lebenswandel thätig er-scheint, kurz und gut in sich aufnehmen. Der Lehrer des Evange-liums hat gleichwohl diese äußeren Beweisthümer äußerer Erfahrungselbst zum Probirstein an die Hand gegeben, woran, als an ihrenFrüchten, man sie und ein Jeder sich selbst erkennen kann. Nochaber hat man nicht gesehen: daß jene, ihrer Meinung nach, außer-ordentlich Begünstigten (Auserwählten ) es dem natürlichen ehrli-chen Manne, auf den man im Umgänge, in Geschäften und inNöthen vertrauen kann, im Mindesten zuvorihäten, daß sie vielmehr,im Ganzen genommen, die Vergleichung mit diesem kaum aushal-tcn dürften; zum Beweise, daß es nicht der rechte Weg sei, vonder Begnadigung zur Tugend, sondern vielmehr von der Tugendzur Begnadigung fortzuschreiten.