Von dem Kampf des guten Princips mit dem bösen. Allg. Anm. 257
zu wollen: Laß z. B. die höchst bewunderungswürdige Erhaltung der Speelesim Pflanzen- und Lhierrcichc, da jede neue Zeugung ihr Original mit allerinneren Vollkommenheit des Mechanismus und, (wie im Pflanzenreiche,) selbstaller sonst so zärtlichen Farbcnschönhcit in jedem Frühjahre unvermindertwiederum darstellt, ohne daß die sonst so zerstörenden Kräfte der unorganischenNatur in böser Herbst- und Winter-Witterung jener ihrem Saamen indiesem Puncto etwas anhaben können, daß, sage ich, dieses eine blose Folgenach Naturgesetzen sei, und ob nicht vielmehr jedesmal ein unmittelbarer Ein-fluß deü Schöpfers dazu erfordert werde, ein sehen zu wollen. — Aber cssind Erfahrungen; für uns sind sie also nichts Anderes, als Naturwir-kungen, und sollen auch nie anders bcurtheilt werden; denn das will dieBescheidenheit der Vernunft in ihren Ansprüchen; über diese Grenzen aberhinauszugehen, ist Vermessenheit und Unbescheidenheit in Ansprüchen; wie-wohl man mehrenthcils in der Behauptung der Wunder eine demüthigendesich selbst cntaußerndc Denkungsart zu beweisen vorgibt.
Kant s- W- ^
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