Erstes Stück.
Bon der Einwohnung des bösen Principsneben dem guten:
oder
über das radicale Bösein der menschlichen Natur.
Aaß die Welt im Argen liege, ist eine Klage, die so alt ist,als die Geschichte, selbst als die noch ältere Dichtkunst, ja gleichalt mit der ältesten unter allen Dichtungen, der Priestcrreligion.Alle lassen gleichwohl die Welt vom Guten ansangen: vom gol-denen Zeitalter, vom Leben im Paradiese, oder von einem nochglücklicheren, in Gemeinschaft mit himmlischen Wesen. Aber diesesGlück lassen sie bald wie einen Traum verschwinden; und nun denVerfall ins Böse, (das Moralische, mit welchem das Physischeimmer zu gleichen Paaren ging,) zum Aergeren mit accelerirtemFalle eilen*); so daß wir jetzt, (diesesJetzt aber ist so alt, als dieGeschichte,) in der letzten Zeit leben, der jüngste Tag und der WeltUntergang vor der Thür ist, und in einigen Gegenden von Hin-dostan der Weltrichter und Zerstörer Ruttren, (sonst auch Sibaoder Siwen genannt,) schon als der jetzt machthabende Gott ver-ehrt wird, nachdem der Welterhalter Wischnu, seines Amts, daSer vom Weltschöpfer Bra ma übernahm, müde, es schon seit Jahr-hunderten niedergelegt hat.
*) ^etss psrentinu, pejor »vis, tulitNos ne^oiores, wox ästuraskvoxenien» viliosiorem.
Kant s. W. VI.
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