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6 (1839) Immanuel Kant's Schriften zur Philosophie der Religion
Entstehung
Seite
118
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IIÄ Beweisgrund zu einer Demonstration des Daseins Gottes.

malisch. Er bezeichnet das Verhällniß einer Größe zu einer anderen,als dem Maaße, welche Verhältnis! größer ist, als alle Zahl.Daher in dem eigentlichen Wortverstande die göttliche Erkenntnißunendlich heißen würde, insofcrne sie vergleichungsweise gegen irgendeine angebliche andere Erkenntniß ein Verhältnis! hat, welches allemögliche Zahl übersteigt. Da nun eine solche Vergleichung göttlicheBestimmungen mit denen der erschaffenen Diage in eine Gleichar-tigkeit, die man nicht wohl behaupten kann, versetzt, und überdemdas, was man dadurch will, nämlich den unverringerten Besitz vonaller Vollkommenheit, nicht gerade zu verstehen gibt, so findet sichdagegen Alles, was man hiebei zu denken vermag, in dem Aus-drucke der Allgenugsamkeit beisammen. Die Benennung der Unend-lichkeit ist gleichwohl schön und eigentlich äflhitisch. Die Erweite-rung über alle Zahlbegriffe rührt und setzt die Seele durch eine ge-wisse Verlegenheit in Erstaunen. Dagegen ist der Ausdruck, denwir empfehlen, der logischen Nichtigkeit mehr angemessen.

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