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II. Abth. 6. Betr- Verbesserte Methode der Physikotheologle. !>5
Erstlich, man kann eine einzelne Begebenheit in dem Laufeder Natur als etwas unmittelbar von einer göttlichen HandlungHerrührendes arischen, und die Philosophie hat hier kein anderesGeschäft, als nur einen Beweisgrund dieser außerordentlichen Ab-hängigkeit anzuzeigen.
Zweitens, man betrachtet eine Begebenheit der Welt alseine, worauf als auf einen einzelnen Fall die Mechanik der Weltvon der Schöpfung her besonders abgerichtet war, wie z. E. dieSündfluth nach dem Lehrgebäude verschiedener Neueren. Alsdennist aber die Begebenheit nicht weniger übernatürlich. Die Natur-wissenschaft, wovon die gedachten Weltweiscn hiebei Gebrauch ma-chen, dient nur dazu, ihre eigene Geschicklichkeit zu zeigen, undetwas zu ersinnen, was sich etwa nach allgemeinen Naturgesetzenereignen könnte, und dessen Erfolg auf die vorgegebene außerordent-liche Begebenheit hinausliefe. Denn sonst ist ein solches Verfahrender göttlichen Weisheit nicht gemäß, die niemalen darauf abzielt,mit unnützer Kunst zu prahlen, welche man selbst an einem Men-schen tadeln würde, der, wenn ihn z. E. nichts abhielte, eine Ka-none unmittelbar abzufeuern, ein Feuerschloß mit einem Uhrwerkanbringen wollte, wodurch sie in dem gesetzten Augenblicke durchmechanische sinnreiche Mittel losbrcnnen sollte.
Drittens, wenn gewisse Stücke der Natur als eine von derSchöpfung her dauernde Anstalt, die unmittelbar von der Handdes großen Werkmeisters herrührt, angesehen werden; und zwar wieeine Anstalt, die als ein einzelnes Ding, und nicht wie eine An-ordnung nach einem beständigen Gesetze eingeführt worden. Z. E.wenn man behauptet, Gott habe die Gebirge, die Flüsse, die Pla-neten, und ihre Bewegung mit dem Anfänge aller Dinge zugleichunmittelbar geordnet. Da ohne Zweifel ein Zustand der Natur dererste sein muß, in welchen die Form der Dinge ebensowohl, wie dieMaterie unmittelbar von Gott abhängt, so hat diese Art zu urthci-len insoferne einen philosophischen Grund. Indessen weil es übereiltist, ehe und bevor man die Tauglichkeit, die den Naturdingen nachallgemeinen Gesetzen eigen ist, geprüft hat, eine Anstalt unmittelbar