30 Beweisgrund zu einer Demonstration des Daseins Gottes.
alle Möglichkeit aufgehoben. Mithin ist schlechterdings unmöglich,daß gar nichts existire.
4.
Alle Möglichkeit ist in irgend etwas Wirklichem gegeben,entweder in demselben als eine Bestimmung, oderdurch dasselbe als eine Folge.
Es ist von aller Möglichkeit insgesammt, und von jeder in-sonderheit darzüthun, daß sie etwas Wirkliches, es sei nun einDing oder mehrere, voraussetze. Diese Beziehung aller Möglichkeitauf irgend ein Dasein kann nun zwiefach sein. Entweder dasMögliche ist nur denklich, insofern es selber wirklich ist, und dennist die Möglichkeit in dem Wirklichen, als eine Bestimmung gegeben;oder es ist möglich darum, weil etwas Anderes wirklich ist, d. i.seine innere Möglichkeit ist als eine Folge durch ein anderes Da-sein gegeben. Die erläuternden Beispiele können noch nicht füg-lich hier herbeigcschafft werden. Die Natur desjenigen Subjects,welches das einzige ist, das zu einem Beispiele in dieser Betrach-tung dienen kann, soll allererst erwogen werden. Indessen bemerkeich nur noch, daß ich dasjenige Wirkliche, durch welches, als einenGrund, die innere Möglichkeit anderer gegeben ist, den ersten Real-Grund dieser absoluten Möglichkeit nennen werde, sowie der Satzdes Widerspruchs der erste logische Grund derselben ist, weil in derUcbereinstimmung mit ihm das Formale der Möglichkeit liegt, sowiejenes die Data und das Materiale im Denklichen liefert.
Ich begreife wohl, daß Satze von derjenigen Art, als in dieserBetrachtung vorgctragen werden, noch mancher Erläuterung bedürf-tig sind, um dasjenige Licht zu bekommen, das zur Augenscheinlich-keit erfordert wird. Indessen legt die so sehr abgezogene Natur desGegenstandes selbst aller Bemühung der größeren Aufklärung Hin-dernisse, sowie die mikroskopischen Kunstgriffe des Sehens zwar dasBild des Gegenstandes bis zur Unterscheidung sehr kleiner Theileerweitern, aber auch in demselben Maaße die Helligkeit und Leb-