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die Sonne wie ei» Ball von silberglänzendem Feuer am Himmelsteht, und die elastische Luft dem Athmenden Kraft und Leben inalle Gefäße gießt; — dabei ein Wetter, weder zu warm noch zukalt, sondern von jener glücklichen Temperatur, welche das Blutin rascheren Strömen kreisen läßt, ohne die Erschlaffung desFrühlings mit sich zu fuhren.
An einem solchen Morgen, ungefähr um die Mitte des Mo-nats, war es, als Oliver in die Halle trat, wo Elisabeth ihreTagesbefehle erließ — »m die Dame zu bitten, ihn auf einemkurzen Spaziergang nach dem Seenfer zu begleiten. Die zarteSchwermnth in dem Benehmen ihres Gatten fiel Elisabeth ans;sie verließ daher sogleich ihre häuslichen Geschäfte, warf eine»leichten Shawl über ihre Schulter, verbarg ihre rabenschwarzenLocken unter einem Strohhut, nahm seinen Arm und überließ sichohne eine Frage zu stellen, seiner Führung. Sie gingen über dieBrücken, und hatten bereits von der Landstraße ab nach dem Seeeingebogen, ehe ein Wort gewechselt wurde. Elisabeth erkannteaus den cingeschlagcncn Richtungen den Zweck des Spaziergangs,und achtete die Gefühle ihres Gatten zu sehr, um eine »»zeitigeUnterhaltung eiuleiten zu wollen. Als sie jedoch in den offenenFeldern anlangten, und ihr Auge über den lieblichen See streifte,wo bereits die wilden Zugvögel von den nördlichen Gewässernscheidend, eine wärmere Sonne suchten, oder wo sie weilten, umin dem spiegelklaren Wasser des Otsego und an den Seiten desGebirgs zu spielen, die sich — als geschähe es ihrem jungenEhestände zu Ehren — in die tausend heiteren Farben des Herbstesgekleidet hatten, da konnte das schwellende Herz der jungenGattin den Ansbruch ihrer Gefühle nicht länger zurückhalten.
„Das ist keine Zeit znm Schweigen, Oliver," sagte sie, indem sicsich zärtlicher an seinen Arm anschmiegte. „Jede Kreatur scheint sichzum Preise des Schöpfers zu erheben; warum sollten wir, die wirfür so Vieles dankbar zu sein Ursache haben, stumm bleiben?"