Druckschrift 
3 (1853) Die Ansiedler an den Quellen des Susquehannah : ein Zeitgemälde
Entstehung
Seite
479
Einzelbild herunterladen
 

Du kannst am besten sein verletztes Gemüth beruhigen," sagteMarmadnke;doch wird es immerhin gefährlich sein, die Naturseines Vergehens zu berühren, da die Heiligkeit der Gesetze be-achtet werden muß."

O Vater!" rief die ungeduldige Elisabeth;unmöglich könnenGesetze vollkommen sein, welche einen Mann, wie Lederstrnmpf,wegen eines Vergehens, das mir so verzeihlich erscheint, zu einerso strengen Strafe verdammen."

Du redest, wie du es verstehst, Elisabeth," versetzte ihrVater.Die Gesellschaft kan» ohne einen heilsamen Zwang nichtbestehen, und ein solcher Zwang ist unmöglich handznhabcn, wenndie Personen Derjenigen, welche ihn ausnbcn, nicht geschützt undgeachtet werden. Und wie sehr müßte es nickt meinem Ruf alsRichter schaden, wenn man mir nachsagen könnte, ich hätte einenüberwiesenen Verbrecher entschlüpfen lassen, weil er das Lebenmeines Kindes rettete?"

Ich sehe ich erkenne die Schwierigkeit Deiner Stellung,lieber Vater," entgegnete die Tochter;aber bei einem Vergehen,wie das des armen Natty war, kann ich den Vollstrecker des Ge-setzes nicht von dem Menschen trennen."

Du sprichst wie ein Weib, Kind. Es handelte sich nicht um denAngriff ans Hiram Doolittle, sondern um die Drohung, anfeinenConstable zu schießen, welcher in der Vollziehung eines-"

Gleichviel, ob es das eine oder das andere ist," fiel ihmMiß Temple mit einer Logik in's Wort, die ihre Schlüsse mehrvon dem Gefühle, als von dem Verstände borgte;ich kenneNatty's Unschuld, und in dieser Uebcrzengnng muß ich Alle, dieihn unterdrücken, für »»gereckt halten."

Sein Richter gehört auch darunter; deinen Vater alsogleichfalls, Elisabeth?"

Ach Vater! stelle keine solche Fragen an mich. Nenne mirlieber deinen Auftrag, und laß mich eilen, ihn zu vollziehen."