Druckschrift 
3 (1853) Die Ansiedler an den Quellen des Susquehannah : ein Zeitgemälde
Entstehung
Seite
429
Einzelbild herunterladen
 

Ich erwartete nicht ich konnte nicht voraussehen, daß einalter, frenndloser Mann, wie er, es wagen wiirdc, den Beamtender Gerechtigkeit Widerstand entgegen zn halten," fiel ihr der Rich-ter in's Wort.Ich hoffte, daß er sich der Strafe unterwerfenwürde, und »nt Bezahlung der Strafe wäre dem Gesetz Genügegeschehen; jetzt aber hat er seine ganze Strenge zu befahren."

Und welche Strafe könnte über ihn erkannt werden, Sir?"fragte Edwards, der sich bemühte, Festigkeit in den Ton seinerStimme zu bringen.

Marmadnke wandte sich rasch nach der Stelle um, nach wel-cher sich der Jüngling zurückgezogen hatte, und rief:

Ah, Sie hier? Ich habe Ihrer nicht wahrgenommen. Ichweiß nicht, was das Ende sein wird, Sir; denn ein Richter kannnicht entscheiden, bis er die Zeugen verhört, und die Jury ihrVerdikt ausgesprochen hat. Jedenfalls können Sie übrigens ver-sichert sein, Herr Edwards, daß geschehen wird, was das Gesetzheischt, wenn ich auch eine augenblickliche Schwäche an denTag gelegt haben mag, weil der unglückliche Mann meiner Toch-ter einen so ausgezeichneten Dienst erwiesen hat."

Niemand bezweifelt, meines Wissens, den Gerechtigkeitssinndes Richters Temple," entgegnete Edwards bitter;aber reden wirruhig von der Sache. Werden nicht die Jahre, die Gewohnhei-ten, und insbesondere die Unwissenheit meines alten Freundesihm gegen diese Anklage Schutz verleihen?"

Wie wäre das möglich? Diese Einreden mögen seine Schuldvielleicht mindern, aber können sie dieselbe austilgen? Läßt sichüberhaupt ein geselliger Verband denken, junger Mann, wo manden Dienern der Gerechtigkeit mit bewaffneter Faust entgegentritt? Sollte ich nur deßhalb die Wildnis; gezähmt haben?"

Wenn Sie die Bestien gezähmt haben würden, welche sokürzlich noch Miß Temple's Leben bedrohte», Sir, so möchtenIhre Argumente allenfalls besser am Ort sein."