1
-- '!
da ich bei dem ganzen Vorgänge sein Mitschuldiger mar. BeiIhrem Vater ist eine Klage vorgebracht worden, und er hat eine
Vollmacht zur Durchsuchung-"
„Ich weiß Alles," unterbrach ihn Elisabeth; „ich weiß Alles.Der gesetzlichen Form mußte Genüge geschehen. Die Durchsuchungdes Hauses war nothwcndig, um den Hirsch ansfindcn und die Strafeerkennen zu können. Aber ich muß Ihnen eine frühere Frage zu-rück geben. Haben Sie so lange in unserer Familie gelebt, nurum uns nicht zu kennen? Sehen Sie mich an, Oliver Edwards.Erscheint Ihnen mein Aeußeres wie das einer Person, welche zu-geben würde, daß ein Mann, der ihr eben erst das Leben geret-tet hat, für eine so kleine Summe, als diese Strafe ist, in einemGefiingniß schmachte? Nein, nein, Sir; mein Vater ist nicht al-lein Rickter, sondern auch Mensch und Christ. Die Sache istbereits vorher zwischen uns besprochen worden, und es soll demalten Manne kein Leides geschehen."
„Welch eine Last von Besorgnissen wälzen Sie durch diese Er-klärung von meiner Brust!" rief Edwards. „Er soll also nichtwieder beunruhigt werden? Ihr Vater will ihn beschützen? Ichhabe Ihre Versicherung, Miß Temple, und muß es daher glauben."
„Sie sollen seine eigene haben, Herr Edwards," entgegneteElisabeth, „denn da kömmt er eben."
Aber das Aenßere Marmadnke's, als er in das Zimmer trat,stund ganz im Gegensätze zu den schmeichelhaften Hoffnungen seinerTochter. Seine Stirne war tief gefurcht, und seine Miene verstört.Weder Elisabeth noch der Jüngling sprachen; sie ließen den Richteretliche Male im Zimmer anf und ab gehen, worauf er aufing:„Unsere Pläne sind vereitelt, Mädchen! Ledcrstrnmpfs Starr-sinn hat den ganzen Unwillen des Gesetzes auf sein Haupt herabgerufen, und es steht jetzt außer meiner Macht, ihn abzuwenden."
„Wie so? In welcher Weise? rief Elisabeth. „Die Geldstrafeist für Nichts anznschlagen; gewiß-"