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3 (1853) Die Ansiedler an den Quellen des Susquehannah : ein Zeitgemälde
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Horch! ich höre ein Kind auf diesem Berge schreien. Istetwa eine Lichtung in der Nähe? oder sollte sich vielleicht einKleines von seinen Aeltern verirrt haben?"

So Etwas kömmt oft vor!" versetzte Lnise.Wir wollenden Tönen nachgehen. Vielleicht ist's ein Wanderer, der in denBergen verschmachtet."

Durch diesen Gedanken angetrieben, folgten die Mädchen mitraschen und ungeduldigen Schritten den dumpfen und kläglichenTönen, die ans dem Walde hervor drangen. Mehr als einmalstand die voraneilende Elisabeth im Begriffe, ansznrnfen, sie seheden Nothleirenden, als plötzlich Lnise ihren Arm erfaßte, und mitdem Ausrufe hinter sich wies

Sehen Sie Ihren Hund an!"

Brave war, seit ihn die Stimme seiner jungen Gebieterin ausder Hütte gelockt hatte, bis ans diesen Augenblick nicht von ihrerSeite gewichen. Sein vorgerücktes Alter hatte ihn schon längst allerRührigkeit beraubt; und wenn die beiden Mädchen Halt machten,um die Landschaft zu betrachten, oder ihre Blumensträuße zu ver-größern , so pflegte sich der mächtige Bullenbeißer ans die Erde zulegen, indem er mit halb geschlossenen Angen und einer Trägheit inseinem ganzen Wesen, welche übel zu dem Charakter eines Be-schützers paßte, ihre Bewegungen beobachtete. Als aber Miß Templebei Luisens Ausruf sich nmwandte, bemerkte sie, daß der Hundseine Augen scharf auf irgend einen fernen Gegenstand heftete,während er den Kopf zur Erde senkte, und seine Haare, sei esnun ans Furcht oder Zorn, sich sträubten. Wahrscheinlich wardas Letztere der Fall, denn er ließ ein dumpfes Knurren verneh-men, wobei er hin und wieder in einer Weise, welche seine Ge-bieterin erschreckt haben würde, wenn sie nicht die guten Eigen-schaften des Thieres gekannt hätte die Zähne zeigte.

Brave!" rief sie ihm zu.Sei ruhig, Brave! Was siehstdu, alter Bursch?"