Ledcrstrnmpfs Hütte zu. Nachdem er eine Weile gerudert hatte,wurden seine Gedanken weniger bitter; und als er die Büsche,die vor Natty's Wohnung das Ufer säumten, an sich vorbeigleitensah, wie wenn ihnen die Bewegung angehörtc, die doch nur durchseine Anstrengung herbeigeführt wurde, so fühlte er sein Gemüthabgekühlt, obgleich sein Körper noch erhitzt war. Leicht möglich,daß der wahre Grund, welcher Miß Temple bei ihrem Benehmengeleitet, einem Manne von Olivers Erziehung und Bildung nichtentging; und wenn dies; der Fall war, so mußte Elisabeth eherin seiner Achtung steigen, als fallen.
Er nahm nun das Ruder ans dem Wasser, und das Bootschoß fest auf das Land, wo es sich leicht in den von ihm selbsthervorgernfenen Wellen bewegte, während der junge Mann, nach-dem er sich zuvor spähend in jeder Richtung umgesehen hatte,eine kleine Pfeife an den Mund brachte, und einen langen, gel-lenden Ton vernehmen ließ, welchen das Echo der Felsen bei derHütte weit hin miederhallte. Ans diese Störung eilten Natty'sHunde ans ihren Rindenhütten, und begannen ein langes, klägli-ches Geheul, indem sie wie toll in dem Bereiche der hirschledcrnenRiemen, womit sie angebunden waren, auf- und abrannten.
„Ruhig, ruhig, Hektar," sagte Oliver, indem er seine Pfeifeabermals an den Mund setzte, und einen noch schrilleren Ton alsvorhin hervorlockte. Es erfolgte keine Erwiederung, da die Hundebei dem Klange seiner Stimme wieder in ihre Hütten zurückge-krochen waren.
Edwards zog das Boot auf's Ufer, stieg das Gestade hinan,und näherte sich der Hütte. Die Riegel waren bald entfernt, undnachdem er eingetrcten, schloß er die Thüre hinter sich ab. Alleswar so still an diesem abgelegenen Orte, als ob hier nie der Fußeines Menschen die Wildnis; betreten hätte. Die Töne von Häm-mern, welche unablässig im Dorfe in Bewegung waren, ließen sichnur schwach über den See herüber vernehmen; und die Hunde