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stattlich an ihre Seite hin, setzte sich nieder, und sah zn ihrem Antlitzmit einem Verstände ans, der dem, welcher ans den liebenswürdi-gen Zügen seiner Herrin blitzte, mir wenig nachzngeben schien.
Sic nahm ihren Spaziergang wieder ans, machte aber nacheinigen Schritten abermals Halt, nnd fügte in einem versöhnli-chen Tone bei:
„Sie können nns gleichwohl einen Dienst leisten, der Ihnen,wie ich vermnthe, angenehmer sein dürste, Herr Edwards —wenn Sie uns nämlich ein paar von Ihren Lieblingsbarschcn fürdie Mittagstafel besorgen."
Sie ging weiter, ohne znrückznblicken nnd zu sehen, wie derJüngling diese Zurückweisung aufnahm; dagegen wandte sich, nochehe sie das Thor erreichten, Luisens Kopf mehrere Male um.
„Ich fürchte, Elisabeth," begann sic, „daß wir Herrn Olivergekränkt haben. Er steht noch immer, an seine Angelrnthe gelehnt,wo wir ihn verlassen haben. Er mag nns wohl für stolz halten."
„Dann hat er recht," rief Miß Tcmple, wie ans einem tiefenTraum erwachend; „dann hat er vollkommen recht. Wir sind zustolz, um von einem jungen Mann in einer so zweideutigen Lagederartige Aufmerksamkeiten anznnehmen. — Ja wohl! — ihn zumBegleiter unserer geheimsten Spaziergänge zu machen! Es istStolz, Luise, aber es ist der Stolz eines Weibes."
Es stund mehrere Minuten an, ehe Oliver sich ans der ge-dankenvollen Stellung erhob, in welcher ihn Luise zuletzt gesehenhatte; aber als er cs endlich that, murmelte er rasch nnd unzu-sammenhängend Etwas vor sich hin, warf seine Angelrnthe überdie Schulter, und schritt mit der stolzen Haltung eines Kaisers dieAllee hinab durch das Thor nnd auf einer der Straße» des Dorfesweiter, bis er das Seeufer erreichte. Es lagen dort Boote fürden Gebrauch des Richters Tcmple und seiner Familie. Der jungeMann warf sich in einen leichten Nachen, ergriff das Ruder, undtrieb sein Fahrzeug mit träftigen Armen über den See hin, auf