Herrn Edwards fühlen — weil — weil — er in einem sehr ent-fernten Grade mit John Mohcgan verwandt ist?"
Bcdentnngsvolle Blicke wurden zwischen der Erbin und demjungen Mann gewechselt, als Luise, indem sie seine Abstammungverthcidigte, ihr Widerstreben an Tag legte, ihn mit dem altenKrieger in eine nähere Verbindung zu bringen; aber weder sicnoch er erlaubten sich auch nur ein Lächeln über die Einfalt derPredigerstochter. —
„Wohl erwogen, muß ich zugestehen, daß meine Stellung hierim Hanse etwas Zweideutiges hat," begann Edwards, „obwohl ichsagen darf, daß sie mit meinem Blute erkauft wurde."
„Und noch obendrein mit dem Blute eines der cingcbornenHerren dieses Bodens?" rief Elisabeth, welche augenscheinlich seinerAbstammung von den Ureingebornen nur wenig Glauben schenkte.
„Sind die Merkmale meiner Abkunft so offen in meinemAenßeren abgedrückt? Meine Haut ist dunkel, aber nicht sonder-lich roth — nicht mehr als gewöhnlich."
„Doch, doch — gerade im gegenwärtigen Augenblick."
„Ich bin überzeugt, Miß Temple," rief Lnise, daß Sie HerrnEdwards noch nicht genau in's Auge gefaßt haben. Seine Augensind nicht so schwarz wie Mohegans — nicht einmal so wie Ihreeigenen; und ebenso wenig ist dies; bei seinem Haare der Fall."
„Sehr möglich; ich könnte also ans eine gleiche Abkunft An-spruch machen. Auch würde es mir zu einem großen Tröste gereichen,wenn ich es thnn dürfte, denn ich gestehe, es berührt mich schmerzlich,wenn ick den alten Mohegan in diesen Gegenden umher streifensehe, wie den Geist eines ihrer alten Besitzer, und wenn ich dabeibedenke, wie wenig statthaft meine Eigenthnmsrcchte sind."
„Wirklich?" rief der Jüngling mit einer Heftigkeit, ob derdie Damen erschraken.
„Allerdings," erwiederte Elisabeth, als sie sich in einer kleinenWeile von ihrer Ueberraschnng erholt hatte. „Aber was kann ich