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3 (1853) Die Ansiedler an den Quellen des Susquehannah : ein Zeitgemälde
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gleichfalls Neugierde abmalte.Wie viel? Bin ich nicht langegenug Ihr Hausgenosse gewesen, daß man mich wohl hätte ken-nen lernen können?"

Elisabeths Haupt richtete sich langsam ans ihrer erkünsteltenHaltung auf, und der Blick der Verwirrung, der sich so lebhaftmit dem Ausdrucke der Theilnahmc gemischt hatte, ging in einLächeln über.

Wir kennen Sie allerdings, Sir: Sie nennen sich OliverEdwards, und haben, dem Vernehmen nach, meiner Freundin MißGrant mitgetheilt, daß Sie ein Eingeborener wären-"

Elisabeth!" rief Luise, bis über die Schläfe crröthcnd, undwie Espenlaub bebend;Sie haben mich nicht recht verstanden,liebe Miß Temple; ich ich es war nur eine Vcrmuthnngvon mir. Außerdem wenn Herr Edwards auch mit den Ein-geborenen verwandt ist, warum sollten wir ihm dies; zum Vorwurfmachen? Worin sind wir besser? Wenigstens ich, die ich nur dasKind eines armen, heimathloscn Geistlichen bin."

Elisabeth schüttelte mit einem zweifelnden Lächeln ihrenKvpf, ohne jedoch Etwas zu erwiedcrn, bis sie des wehmüthigenAusdrucks gewahrte, der, bei dem Gedanken an die Armnth unddie Mühen ihres Vaters, das Antlitz ihrer Gefährtin überflog;dann fuhr sie fort:

Nein, Luise; Ihre Demnth führt Sie zu weit. Die Tochter,eines Dieners der Kirche steht hoch genug, um Niemand über sichanzncrkennen. Weder ich noch Herr Edwards kann sich ganz zuIhres Gleichen zählen, wenn er nicht" fügte sie abermalslächelnd beiim Geheimen ein König ist."

Ein treuer Diener des Königs der Könige, Miß Temple, istNiemand auf Erden untergeordnet," sagte Luise;aber doch gibtes einen Unterschied der Stände, und ich bin nur das Kind einesarmen und freundlosen Mannes, das auf keine andere AuszeichnungAnspruch machen kann. Warum sollte ich mich also erhaben über