334
auf, und führte mit demselben einen so kräftigen Schlag in's Wasser,daß das Boot nicht nur von dem Rehe, sondern auch in demselbenAugenblick von dem Majordomo befreit wurde. Benjamin hatte sichhinten an der kleinen Platform, wo das noch nicht ansgesteckte Netzlag, ausgestellt, und der gewaltige, durch den kräftigen Arm desHolzfällers veranlaßte Ruck hatte jenen Ehrenmann vollkommen ansdem Gleichgewicht gebracht. Die beiderseitigen Lichter ließen diesenVorfall sowohl im Kahn, als an der Küste gewahr werden, undder schwere Sturz in's Wasser zog Aller Angen nach dem Majvr-domo, den man eine» Augenblick auf der Oberfläche zappeln sah.
Ein lautes Gelächter erscholl, zu welchem Kirby's Lungenkeinen kleinen Theil beitrugen, und hallte an den östlichen Bergenwieder, bis er in der Ferne unter den Felsen und Wäldern dahin-starb. Man sah den Körper des Hausmeisters langsam verschwinden— als aber die durch seinen Fall veranlaßten Wellenschläge ruhigwurden, und das Wasser über seinem Kopfe eine ununterbrocheneEbene bildete, bemächtigte» sich der Zuschauer ganz andere Gefühle.
„Wie geht's Euch, Benjamin ?" brüllte Richard von dem Ufer ans.
„Der dumme Teufel kann nicht schwimmen!" rief Kirby, in-dem er aufstand, und die Kleider bei Seite zu werfen begann.
„Rudert darauf los, Mohcgan!" sagte der junge Edwards. „DasLicht wird zeigen, wo er ist; ich will dann nach ihm hinunter."
„O, rettet ihn, »m Gotteswillen rettet ihn!" rief Elisabeth,indem sie entsetzt ihren Kopf über den Rand des Kahnes beugte.
Einige kräftige und gewandte Schläge von Mohegans Ruderbrachten den Kahn rasch zu der Stelle, wo der Hausmeister in'sWasser gefallen war, »nd ein lauter Schrei von Lederstrnmpfkündigte an, daß er den Körper sah.
„Haltet mit dem Boot, bis ich nntcrgctaucht habe," riefEdwards wieder.
„Gemach, Junge; gemach," sagte Natty. „Ich will denBurschen in der halben Zeit mit meiner Gabel heranf geholt