eines so großen Gedränges wurde das darauf folgende Gesprächdoch nur von den dabei Betheiligten vernommen.
„Ich habe Euch eine schlimme Beschädigung zngefügt, HerrEdwards" — begann der Richter: aber das plötzliche und uner-klärlicüe Auffahren, womit der junge Mann diese unerwarteteAnrede entgegennahm, ließ ihn eine Weile inne halten. Da keineAntwort erfolgte, und die gewaltige Aufregung, die sich in denZügen des Jünglings anösprach, allmählig wich, so fuhr Marma-duke fort — „doch zum Glück steht cs einigermaßen in meinerMacht, das, was ich gethan, wieder gut zu machen. Mein VetterRichard Jones hat eine Anstellung erhalten, die mich für die Zu-kunft seiner Beihilfe berauben wird, obgleich ich eben jetzt einesMannes, der mit der Feder gut nmzngehen weiß, recht sehr bedarf.Euer Benehmen ist mir, trotz Eures Acußern, ein hinreichenderBürge für Enre gute Erziehung, und ein verwundeter Arm wirddir vor der Hand wohl keine andere Beschäftigung erlauben"(Marmadnke verfiel nämlich, wenn er warm wurde, leicht in dievertrauliche Sprache der Freundschaft, ohne daß er es merkte).„Mein Haus steht dir offen, junger Freund, denn in diesem neuenLande findet der Argwohn keinen Boden, da es der bösen Begierdenur wenig Verführerisches bietet. Leiste mir — wenigstens füreinige Monate — Beistand, und du sollst belohnt werden, wie esdeine Dienste verdienen."
Es lag weder in dem Benehmen noch in dem Anerbieten desRichters etwas, was das Widerstreben, wir möchten fast sagen,den Unmuth rechtfertigen konnte, womit der Jüngling diese Worteanhörte. Nach einer gewaltsamen Anstrengung, sich zusammen zunehmen, crwiederte er endlich:
„Ich würde Ihnen, Sir, oder einem andern Manne, gernedienen, um mich ehrlich fortzubringen, denn ich will nicht verhehlen,daß ich vielleicht in einer noch bedrängter«! Lage bin, als sich ausmeinem Acußern schließen läßt. Aber ich fürchte, daß solche neue