219
Talent besitzt, läßt sich nicht gerne durch die Ansichten Andererleiten; sein eigenes Gehirn ist der beste Bankünstler."
„Nichts der Art," fnhr Elisabeth, mit einer schalkhaft heraus-fordernden Miene fort.
„Nicht? Nnn, so laß mich sehen - vielleicht hat er mich zumDirektor für die neue Straßcnbankommission vorgeschlagen?"
„Möglich; aber ich meine keine svlche Anstellung."
„Keine solche Anstellung ?" wiederholte Herr Jones, den dieNeugierde gewaltig zu stacheln begann. „Also doch eine Anstellung!Wenn's aber eine beim Militär ist, so will ich nichts davon wissen!"
„Nein, nein, sic ist nicht beim Militär," rief Elisabeth, indemsie ihm das Packet in ihrer Hand zeigte und es dann schnell mitneckender Miene zurückzog. „Es handelt sich dabei um ein Amt,das Ehre und Einkommen mit einander vereinigt."
„Ehre und Einkommen?" erwiederte Richard in der peinlichstenSpannung. „Sage mir Mädchen, ist es ein Amt, wo cs Etwaszu thnn gibt?"
„Du hast's getroffen, Vetter Dick; es ist die vollziehende Ge-walt des Bezirks, — wenigstens sagte mein Vater so, als er mirdieses Packet einhändigte, um cs dir als Christgeschenk zu über-reichen. — .Gewiß/ sagte er, .wenn Etwas Dick Zusagen wird,so ist es die Leitung der vollziehenden Gewalt in diesem Bezirk/"
„Leitung der vollziehenden Gewalt? Pah, Unsinn!" rief derungeduldige Aspirant, indem er ihr das Packet ans der Hand riß.„Es gibt kein solches Amt in dem Bezirk. Ei, Ei! was? — ichglaube gar, eine Bestallung — .Richard Jones Esgnire ernanntzum Sheriff des Bezirks/ Nnn das ist gewiß sehr freundlichvon Duke. Ich muß sagen, Duke hat ein warmes Herz undvergißt seine Freunde nie. Sheriff, Ober-Sheriff von — —!Es klingt gut; aber das Amt soll auch gnt versehen werden.Duke ist im Grunde doch ein verständiger Mann und kennt seineLeute durch und durch. Ich bin ihm sehr verbunden" — fuhr