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3 (1853) Die Ansiedler an den Quellen des Susquehannah : ein Zeitgemälde
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Sie kenne n die Eigenthümlichkeiten dieses Volkes mir wenig,Miß Grant," sagte er,sonst würden Sie wissen, daß Rache demIndianer als eine Tilgend gilt. Man hat sie von Kindheit ansgelehrt, es für eine Pflicht zn halten, jede Unbild zn vergelten,und nichts als die höheren Ansprüche der Gastfreundlichkeit kanngegen ihre Rache schützen, wenn die Macht dazu in ihre Handgegeben ist."

Aber Sie sind doch nicht zn so nnheiligen Grundsätzen erzo-gen worden?" entgcgnete Miß Grant, indem sie unwillkürlichihren Arm ans dem seinigen zog.

Für Ihren vortrefflichen Vater bedürfte es keiner andernAntwort, als daß ich in dem Schooß der Kirche erzogen wurde,aber gegen Sic will ich hinznfügen, daß mir die Lehre von derVergebung tief und nachdrücklich durch das Leben selbst eingeschärftwurde. Ich glaube, daß mir in dieser Hinsicht nur wenig vorge-worfen werden kann, und will mir Mühe geben, auch diesesWenige noch zn vermindern."

Er hatte bei diesen Worten Halt gemacht, und ihr auf's Neneseinen Arm angebvten, den sie auch, sobald er geendet, ruhig hin-nahm und weiter ging. Herr Grant und Mohegan hatten inzwi-schen die Thüre der Pfarrwohnnng erreicht, und harrten nun ander Schwelle ihrer nachkommenden Begleiter. Der Erstere wareifrig bemüht, durch seine Gründe die üblen Neigungen zu ver-tilgen , die er eben bei dem Indianer entdeckt hatte, während derLetztere in tiefer Aufmerksamkeit zuhörtc. Sobald die Dame undder junge Jäger anlangten, traten sic in das Gebäude.

Das Hans lag vom Dorfe ab in der Mitte eines Feldes, ausdessen weißer Fläche Baumstümpfe mit fast zwei Fuß hohen Schnee-kappen hervvrragten. Kein Baum, kein Gesträuch war in der Nähe,und das Hans gemährte äußerlich jenen unlieblichen Anblick, denman gewöhnlich bei den hastig errichteten Häusern eines neu ange-bauten Landes wahrnimmt. Für den nncinladenden Eindruck der