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der nicht breiter war, als daß eine Person hinter der anderndarauf fortkommen konnte. Der Mond stand so hoch, daß erseine Strahlen senkrecht über das Thal goß, nnd die scharf be-gränzten Schatten der kleinen Gesellschaft glitten an den silber-weißen Schneedämme» wie luftige Gestalten dahin. Trotz dervollkommenen Windstille war die Nacht noch immer schneidend kalt.Der Pfad war so fest getreten, daß sich selbst das zarte Mädchen,welches bei der Gesellschaft war, mit Leichtigkeit in seinen Win-dungen fortbewegte, obgleich selbst unter ihren elastischen Trittender hochgefrorene Schnee laut anfknarrte. >
Der Geistliche in seinem dunkelfarbigen Gewände, welcher dasmilde, wohlwollende Antlitz, in dem sich der den Mann charak-terisirende demnthige Eifer nicht verkennen ließ, zu wiederholtenMalen nach seinen Gefährten nmwandte, bildete den Anführerdieser vereinzelten Gruppe. Hinter ihm kam der Indianer, dessenüppige Haare das unbedeckte Haupt umflogen, während der übrigeTheil seines Körpers durch die Wolkendecke verhüllt war. Wennman das dunkle Gesicht mit seinen unbeweglichen Muskeln imLichte des Mondes betrachtete, wie es von der Seite einfiel, somochte er wohl als das Bild des rcsiguirten hohen Alters er-scheinen, an dem sich die Stürme des Winters seit mehr als einemhalben Jahrhundert vergeblich versucht hatten; sobald John aberden Kops umwandte, und die Strahlen unmittelbar auf seineschwarzen feurigen Augen fielen, so konnte man deutlich eine ganzeGeschichte ungezügelter Leidenschaften nnd eines an keine Gränzc»sich bindenden Gedankenfluges darin lesen. Miß Grants leichteGestalt, welche nun folgte, und wohl etwas zu luftig für dieStrenge der Jahreszeit gekleidet war, bildeten einen schroffenGegensatz zu dem wilden Anzug und den unstäten Blicken desDelawarenhäuptliugs; nnd mehr als einmal fühlte sich währenddieses kurzen Spazierganges der junge Jäger, welcher nicht alsdie unbedeutendste Person in der Gruppe erschien, veranlaßt, über die