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3 (1853) Die Ansiedler an den Quellen des Susquehannah : ein Zeitgemälde
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großen Feinde nnseres Geschlechtes angegriffen werden können;sie zeigt uns, daß wir am ehesten der Gefahr ausgesetzt sind, zufallen, wenn unsere Eitelkeit nns eben mit dem Gefühle derStärke einschläfern will; sie macht uns gebieterisch aufmerksamauf den eiteln Ruhm unseres Verstandes, und läßt uns den großenUnterschied zwischen einem beseligenden Glauben und den Aus-wüchsen einer sogenannten philosophischen Gvtteslehre erkennen;sie lehrt nns unser Inneres in dem Schmelztiegel der guten Werkeerkennen. Unter den guten Werken sind aber die Früchte der Bußezu verstehen, die sich hauptsächlich in der Liebe äußern nicht injener Liebe allein, die nns veranlaßt, dem Bedürftigen zu helfenund den Leidenden zu trösten, sondern in der Liebe, welche alleMenschen umfängt und nns lehrt, den Nächsten mit Milde zubenrtheilen; die den Baum der Selbstgerechtigkeit mit der Wurzelansrottet und uns warnt, Andere zu verdammen, so lange wirdes eigenen Heils nicht versichert sind.

Die Nutzanwendung, welche ich aus der Beleuchtung diesesGegenstandes ziehen will, meine Brüder, ist nichts weiteres alseine ernste Einschärfung der Demuth. In den Hauptpunkte» nnseresGlaubens ist ein geringer Unterschied, sobald man nur die Hanpt-eigenschaften des Erlösers anerkennt und alle Hoffnungen auf seingöttliches Mittlcramt baut. Aber Ketzereien haben von jeher denSclwoß der Kirche befleckt und Spaltungen herbeigeführt. Umden daraus entspringenden Gefahren vorzubeugen und die Ein-heit seiner Jünger zu sichern, hat Christus seine sichtbare Kirchegegründet und das Prcdigtamt eingesetzt. Weise und heiligeMänner, die Väter unserer Religion, haben alle ihre Mühe ans-geboten, das, was das Dunkel der Sprache verbirgt, an's Lichtzu ziehen, und die Ergebnisse ihrer Forschungen und Erfahrungenwurden in der Form evangelischer Kirchenordnnngen auf nns fvrt-gepflanzt. Wie heilsam diese sein müssen, erhellt aus dem Blicke,den wir eben in die Schwäche der menschlichen Natur gethan