126
daß seine Tochter einiges Mißvergnügen über die Vertraulichkeitdes Majordomo an den Tag legte; „aber dn vcrgißst, daß eineDame in unserer Gesellschaft ist, nnd daß es die Frauenzimmervorziehen, in der Unterhaltung selbst das Wort zu führen."
„Der Richter sagt da ein wahres Wort," entgegnete Benjaminmit einem widerlichen Gelächter; „man darf nur der Zunge derJungfer Remarkable Pettybone de» Zügel schießen lassen, und manwird im Augenblick ein Geplapper hören, wie wenn man in dasLee eines französischen Kreuzers oder in die Nähe eines Sackskommt, in welchen man ein Dutzend Meerkatzen gepackt hat."
Wir können nicht sagen, in wie weit die Haushälterin einenBeleg zu Benjamins Behauptung geliefert haben würde, wennsie es hätte wagen dürfen; aber der Richter warf eine» strengenBlick nach ihr, und da sie unter solchen Umständen nicht gleichRache nehmen konnte, nnd auch ihren Aerger nicht zu unterdrückenvermochte, so schoß sie mit einem Ungestüm ans dem Zimmer,welches beinahe ein Zermettcrn ihrer gebrechlichen Gestalt be-fürchten ließ.
Als Marmadnke merkte, daß die Aenßernng seines Mißfallensdie gewünschte Wirkung hervorgcbracht hatte, fuhr er fort:
„Richard, kannst dn mir keine Auskunft über den jungenMenschen geben, den ich zu verwunden das Unglück hatte? Ichfand ihn auf dem Gebirge, wo er gemeinschaftlich mit Lederstrumpfjagte, als ob er zu derselben Familie gehörte; nnd doch ist ein zuaugenfälliger Unterschied in ihrem ganzen Benehmen. Der Jüng-ling drückt sich sehr gewählt ans, wie man cs selten in diesenBergen hört, und cs nimmt mich Wunder, wie ein Mensch in soarmseliger Kleidung und bei einem so rauhen Gewerbe dazu kom-men konnte. Mohegan kennt ihn gleichfalls; er wohnt daherohne Zweifel in Natty's Hütte. Haben Sie ans seine SpracheAcht gegeben, Monsieur Le Qnoi?"