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lings — vorläufig, denn seine Gebeine sollten einst in kommen-den Tagen unter denen seines eigenen Volkes rnhen.
Die allgemeine Uebereinstimmung der Gefühle brachte auchhier eine Thcilnahme hervor, von der sich Niemand ansschloß.Derselbe ernste Ausdruck des Grams, dasselbe strenge Still-schweigen, dieselbe Ehrfurcht gegen den Hauptleidtragenden, diewir bereits einmal zu schildern hatten, war auch um diese Be-gräbnißstättc zu bemerken. Die Leiche ward in ruhender Stellungniedergelassen, das Gesicht gegen die ausgehende Sonne gerichtet,neben ihm seine Kriegs- und Jagdgcräthe, bereit für die letztegroße Reise. In dem Sarge, durch welchen der Körper gegendie unmittelbare Berührung der Erde geschützt war, ließ maneine Oeffnnng, damit der Geist, sofern es nöthig wäre, mitseiner irdischen Hülle verkehren könne. Das Ganze ward mitdem den Eingebornen eigenen Scharfsinne gegen den Instinktund die Verwüstungen der Ranbthiere geschützt. Die Gebräuche,bei denen Mehrere thätig zu sein hatten, waren nun zu Ende,und Aller Sinn wandte sich wieder dem geistigeren Theile derFeierlichkeiten zu.
Chingachgvok wurde noch einmal der Gegenstand allgemeinerAufmerksamkeit. Er hatte noch nicht gesprochen, und doch er-wartete man bei einem so wichtigen Anlasse von einem so be-rühmten Häuptling etwas Tröstliches und Belehrendes zu hören.Die Wünsche des Volkes errathend, erhob der Krieger, seinenSchmerz bezwingend, das ernste Antlitz, das er zuletzt in seinGewand verhüllt gehalten hatte, und schaute mit festem Auge umsich. Seine fcstzusammengepreßtcn, ausdrucksvollen Lippen öffnetensich, und zum Erstenmale während der langen Ceremonie ließ sichseine Stimme deutlich vernehmen.
„Warum trauern meine Brüder?" sprach er, auf die dunkelnKrieger schauend, die mit niedergeschlagener Miene um ihn stan-den: „warum weinen meine Töchter? weil ein junger Krieger