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1 (1853) Der letzte Mohikan : eine Erzählung aus dem Jahre 1757
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Das Band gemeinschaftlich erlittenen Unglücks aber, welchesdiese einfachen Waldbemohner mit de» Fremden vereinte, die sovorübergehend unter ihnen verweilt hatten, konnte sich nicht sobald löse». Jahre vergingen, ehe die sagenhafte Uebcrlieferungvon dem weißen Mädchen »nd dem jungen Krieger der Mohi-kaner anfhörte, den Delawaren lange Nächte und ermüdendeMärsche zu verkürzen, oder ihre Jünglinge und ihre Tapferenmit dem Verlangen nach Rache zu erfüllen. Auch Diejenigen,welche in diesen bedeutenden Erlebnissen eine weniger hervor-ragende Rolle gehabt hatten, wurden nicht vergessen. DurchVermittlung des Kundschafters, welcher noch Jahre nachher eineArt von Mittelglied zwischen ihnen und der civilisirten Weltbildete, erfuhren sie als Antwort auf ihre Erkundigungen, daßdas -graue Haupt' bald zu seinen Vätern versammelt wordensei, daruiedergedrückt, wie sie irrig glaubten, durch sein Unglückim Kriege: und daß die .offene Hand' seine überlebende Tochter-weit hinweg nach den Niederlassungen der Blaßgesichter geführthabe, wo ihre Thränen endlich aufgehört hätten zn fließen,dem lieblichen Lächeln weichend, das ihrer heiteren Natur beffer-ziemte.

Doch diese Begebenheiten fallen in eine Zeit, welche außer-dem Bereiche unserer Erzählung liegt. Von allen Gefährtenseiner Farbe verlassen, kehrte Hawk-eye an den Ort zurück,wohin ihn seine Neigungen mit einer Gewalt zogen, wie sie keinblos eingebildetes Band der Einigung schaffen konnte. Er kamnoch eben zur Zeit, einen Abschiedsblick auf Unca's Züge znwerfen, den die Delawaren bereits in seine letzten Pelzgewänder-hüllten. Sie hielten eine Weile innc, um dem beherzten Waid-mann seinen zögernden Blick der Sehnsucht nicht zu verkümmern,und der Leib wurde cingehüllt, um nie mehr aufgedeckt zu werden.Dann folgte ein zweiter feierlicher Zug, und die ganze Nationversammelte sich um das vorläufig gewählte Grab des Häupt-Der letzte Mohikan. 31