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Manen des dahingeschiedencn Häuptlings das Opfer ihrer Lob-preifnngen dargebracht hatten. Als sie zn Ende waren, herrschteabermals athemlose Stille über die ganze Versammlung.
Jetzt ließ sich ein leiser, tiefer Ton vernehmen, ähnlich dergedämpften Begleitung einer fernen Musik. Er war laut genug,um hörbar zn werden, blieb aber so unbestimmt, daß man sowenig wußte, woher er kam, als was er bedeutete. Er stiegjedoch höher und höher, bis er zuerst in lang ansgehaltenen, oftwiederholten Ausrufungen und endlich in Worten deutlich in dasOhr der Hörer drang. Die Lippen Chingachgvvks hatten sichnun in so weit geöffnet, daß man erkannte, es sei des VatersTranergesang, für Uncas. Obgleich kein Auge sich nach ihmwandte, nicht das geringste Zeichen der Ungeduld laut wurde, sosah man doch an der Weise, wie die Versammelten ihre Häuptererhoben, daß sie die Töne mit einer Aufmerksamkeit verschlangen,so gespannt, wie sie bisher nur Tamennnd zn Theil gewordenwar. Sic horchten aber vergeblich. Der Gesang wurde geradeso laut, um vernehmbar zn werden, dann immer schwächer undzitternder, bis er dem Ohre völlig entschwand, als würde er voneinem flüchtigen Windhauch davvngetragen. Die Lippen desSagamoren schloßen sich und er blieb schweigend sitzen, mitseinem starrblickenden Auge und der regungslosen Gestalt einemWesen gleich, das der Allmächtige nur mit dem Bilde, aber nichtmit dem Geiste eines Menschen begabt hatte. Die Dclawarcn,welche an diesem Zeichen erkannten, daß ihr Freund noch nichtzu einer so mächtigen Erhebung des Geistes fähig sei, ließen ihreAufmerksamkeit sinken und schienen in angebornem Zartgefühlalle ihre Gedanken nur ans das Leichenbegängnis; des fremdenMädchens zn richten.
Einer der älteren Häuptlinge gab den Frauen ein Zeichen,die in der Nähe von Cora's Leiche standen. Dem Winke ge-horchend, erhoben die Mädchen die Bahre zu der Höhe ihrer