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getragen habe. Ein so offenbarer und ansfallender Widerspruch mitder Erzählung des Vaters richtete Aller Angen auf ihn. Verlebtvon dem stillen Vorwurf und von einem so unerklärlichen Umstandinnerlich beunruhigt, trat der Häuptling an die Seite des Lagersund warf einen ungläubigen Blick ans die Züge seiner Tochter,als ob er ihr wirkliches Dasein bezweifle. Sie war todt.
Die mächtigen Gefühle der Natur gewannen für einen Augenblickdie Oberhand: der alte Krieger bedeckte sich in seinem Kummer dieAugen. Bald aber faßte er sich wieder, schaute seine Begleiter anund sagte, ans die Leiche deutend, in der Sprache seines Volkes:
„Das Weib meines jungen Mannes hat uns verlassen! Dergroße Geist zürnt mit seinen Kindern."
Die traurige Kunde wurde in feierlicher Stille ausgenommen.Nach einer kurzen Pause schickte sich einer der älteren Indianerzum Sprechen an, als ein dunkel aussehender Körper ans demanstoßenden Gemache mitten in das Zimmer, in welcbem sic stan-den, hereinrollte. Unbekannt mit der Natur der Wesen, denensie hier begegnen sollten, wichen Alle ein wenig zurück, verwundertdarcinschanend, bis der Gegenstand mehr an's Licht kam, sich anf-richtete, und die verzerrten, aber immer noch wilden und grimmi-gen Züge Magna's sichtbar wurden. Dieser Entdeckung folgteein allgemeiner Ausruf des Erstaunens.
Sobald jedoch der wahre Zustand des Häuptlings entdeckt war,schien sich mehrere Messer in Bewegung und bald waren MaguasGlieder und Zunge in Freiheit. Der Hurone erhob sich und schüt-telte sich wie ein Lowe, der sein Lager verläßt. Nicht ein Wortentschlüpfte ihm. Seine Hand spielte krampfhaft mit dem Griffseines Messers, während seine dunklen Augen über die Anwesen-den hinlicfen, als suchten sie einen Gegenstand für den erstenAusbruch seiner Racke.
Es war ein Glück für Uncas, den Kundschafter und selbstDavid, daß sie Alle in diesem Augenblick außer dem Bereiche seines