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1 (1853) Der letzte Mohikan : eine Erzählung aus dem Jahre 1757
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den Anblick wilder Verwirrung. Allmälig jedoch schwanden dieMerkmale der Unordnung nnd in wenigen Minuten waren dieältesten nnd ausgezeichnetsten Häuptlinge in der Hütte zu ernst-licher Berathnng versammelt.

Ein Geschrei vieler Stimmen verkündete bald die Ankunft einerStreispartie, von der man einigen Aufschluß über diese rätsel-hafte Ueberrascl'nng erwarten durfte.

Die Menge draußen machte Play nnd mehrere Krieger tratenein, den unglücklichen Beschwörer mit sich führend, den der Kund-schafter in solche Noth gebracht hatte.

Obgleich der Mann bei den Hnronen sehr verschieden angesehenwar, die Einen glaubten unbedingt an seine Macht, die Andernhielten ihn für einen Betrüger fand er doch jetzt bei Allen diegespannteste Aufmerksamkeit. Als seine kurze Geschichte zu Endewar, trat der Vater der kranken Frau vor nnd erzählte dagegen,was er wußte. Diese beiden Berichte bildeten die beste Grund-lage für die folgenden Nachforschungen, welche alshald mit derden Wilden eigenthümlichcn Schlauheit begonnen wurden.

Statt in einem verworrenen, unordentlichen Haufen nach derHöhle zu stürzen, wurden zehn der weisesten und entschlossenstenHäuptlinge für den Verfolg der Untersuchung auscrsehen. Da keineZeit zu verlieren war, erhoben sich diese nach beendeter Wahl so-gleich und verließen die Hütte ohne ein Wort zu sprechen. AmEingänge angelangt, machten die jüngeren Männer den älterenPlatz und Alle betraten den niederen, finsteren Felsengang mit demfesten Muthe von Kriegern, die entschlossen sind, sich dem öffent-lichen Besten zu opfern, wiewohl sie zugleich geheime Zweifelüber das Wesen der Macht hegten, mit der sie streiten sollten.

In dem düster» Vorgemach der Höhle herrschte Stillschweigen.Die Frau lag noch an demselben Orte und in ihrer früherenStellung, obgleich mehrere Anwesende gesehen haben wollten, wiesie der vermeintliche Arzt der weißen Männer in die Wälder