Druckschrift 
1 (1853) Der letzte Mohikan : eine Erzählung aus dem Jahre 1757
Entstehung
Seite
294
Einzelbild herunterladen
 

294

glaubte, er habe allen Verfolgungen die Spnr entzogen. MeinLeben daran ehe wir eine große Strecke hinter uns haben,treffen wir wieder die Spur ihrer niedlichen FüßHcn!"

Der ganze Zug brach jetzt auf und verfolgte den Lauf desBachs, mit aufmerksamen Augen die regelmäßigen Spuren verfol-gend. Das Wasser floß bald wieder in sein altes Bett, aber siebehielten den Boden auf beiden Seiten stets im Auge, überzeugt,Laß unten im Wasser die Fährte fortgehc. Mehr als eine halbeMeile ") waren sie gegangen, bis der Bach um den Fuß einesgroßen und kahlen Felsen rieselte. Hier hielten sie, um sich zuvergewissern, daß die Hnronen an dieser Stelle das Wasser nichtverlassen hätten.

Und wohl ihnen, daß sic dies nicht unterließen. Das lebhafte,scharfe Auge des jungen Kriegers fand bald die Spnr einesJndianerfußes auf einem Büschel Moos, auf den Jener ans Un-achtsamkeit getreten war. Diese Entdeckung verfolgend, trat erin das nahe Dickicht und fand eine Spnr, so frisch und deutlich,als jene, die sie vor der Quelle gefunden hatten. Ein zweiterRuf verkündete das gute Glück des Jünglings seinen Begleitern,und alles Suchen hatte nun ein Ende.

>,Ja, ja, indianische Schlauheit war es," sagte der Kund-schafter, als sich Alle um die Stelle versammelt hatten;und siehätte weiße Angen sicherlich irre geführt."

Gehen wir weiter?" fragte Heyward.

Gemach! gemach! Wir kennen jetzt unfern Weg, es wird abergut sein, wenn wir Alles genau untersuchen. Das ist mein Grund-satz, Major; und wenn Einer in dem Buche der Natur zu lesenverabsäumt, so erfährt er nicht, was ihm offen vor Augen liegt.Alles ist jetzt klar am Tage, nur nicht, wie er die Mädchen über

*) So oft von Meilen die Rede ist, sind es englische Meilen, deren fünf auf einedeutsche gehen. Anm. d. Uebers.