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1 (1853) Der letzte Mohikan : eine Erzählung aus dem Jahre 1757
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denn der ersten mir kommt cd zn, die Zeit des Gerichts zu be-stimmen und wer will sich der zweiten vergleichen, die die Ge-schöpfe Gottes zn ersehen im Stande ist? Ich halte es schon füreine Sünde, einen zweiten Nehbock zn schießen, ehe der erste ver-zehrt ist; ich müßte denn einen Marsch in der Fronte oder einenHinterhalt Vorhaben. Etwas Anderes ist es, wenn man mitwenigen Kriegern in offenem, herbem Kampfe ist: da gilt cs denTod mit der Büchse oder dem Tomahawk in der Hand, je nach-dem Eines Haut gerade roth oder weiß ist. Uncas, komm her,Junge, und laß die Raben ans dem Mingo sich niedersetzen: ichweiß, sie haben eine Vorliebe für das Fleisch eines Oneida, undder Vogel mag seinem natürlichen Appetit folgen."

Hngh!" rief der junge Mohikan, auf die Spitzen seinerZehen tretend und aufmerksam geradeaus blickend, indem er dieRaben durch den Laut und die Bewegung auf eine andere Beutescheuchte.

Was gibt es, Junge?" flüsterte der Kundschafter, seine hoheGestalt wie ein Panther znsammendrückend, der auf seine Beutelosspringen will.Gott gebe, daß es ein saumseliger Franzoseist, der noch plündern will, ich glaube, mein Wildtödter würdesich heute ganz besonders gut halten."

Ohne zn antworten, enteilte Uncas und hatte einen Augenblickdarauf von einem Gebüsch ein Stückchen von Cora's grünemSchleier herabgeholt, das er nun wie im Triumphe schwang.Die Bewegung, die Geberde und der Schrei, der den Lippen des jun-gen Mohikaners entfuhr, riefen die Andern im Augenblick herbei.

Mein Kind," rief Mnnro mit ungestümer, wilder Stimme;gebt mir mein Kind!"

ßUncas will's versuchen," war die kurze und unbewegliche Antwort.

Diese einfache aber bedeutungsvolle Zusage ward von demVater nicht beachtet. Er ergriff das Stückchen Schleier, preßtecs krampfhaft in die Hand, wahrend seine stieren Blicke sich auf die