Druckschrift 
1 (1853) Der letzte Mohikan : eine Erzählung aus dem Jahre 1757
Entstehung
Seite
228
Einzelbild herunterladen
 

bereitnngen eines Wechsels der Herrschaft wurden unter denKanonen der bestrittenen Festungswerke getroffen und sogleichansgeführt.

Einen ganz verschiedenen Anblick gewährten die Reihen desenglisch-amerikanischen Heers. Sobald das Abzngssignal gegebenwar, gewahrte man alle Zeichen eines übereilten, gezwungenenAbmarsches. Finstern Blickes warfen die Soldaten ihre ungeladenenFeuerrohre ans die Schulter, und als sie in ihre Reihen traten,sah man wohl, daß ihr Blut durch den so lange geleisteten Wider-stand erhitzt war, und sie blos nach einer Gelegenheit verlangten,einen Schimpf zu rächen, der ihren Stolz immer noch verletzte,so sehr er auch unter den gewöhnlichen Formen militärischerEtignette verdeckt worden war. Weiber und Kinder liefen hinund her, theils die spärlichen Neste des Gepäckes tragend, theilsin den Reihen der Soldaten die Gesichter derjenigen suchend, vondenen sie Schutz und Schirm erwarteten. '

Mnnro erschien festen Antlitzes, aber niedergeschlagen, in derMitte seiner schweigenden Truppen. Offenbar hatte dieser uner-wartete Schlag sein Herz hart getroffen, obgleich er sich anstrengtc,sein Unglück als Mann zu tragen.

Dnncan war tief bewegt von dem ruhigen und doch so ein-dringlichen Gram, der ans seiner Miene sprach. Er hatte seineeigene Pflicht erfüllt und eilte jetzt an die Seite des alten Mannes,nm ihm seine Dienste anznbieten.

Meine Töchtermar der kurze, aber bedeutungsvolle Bescheid.

Gott des Himmels! Sind noch keine Vorkehrungen für siegetroffen.?"

Heute bin ich blos Soldat, Major Heyward!" sprach derVeteran.Alle, die Sic hier sehen, wollen ebenso meine Kin-der sein!"

Dnncan hatte genug gehört. Ohne einen Augenblick der jetztso kostbaren Zeit zu verlieren, eilte er nach der Wohnung des