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1 (1853) Der letzte Mohikan : eine Erzählung aus dem Jahre 1757
Entstehung
Seite
216
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Begrüßung vorüber war, trat Montealm mit leichtem, anstauds-vollem Schritte auf ihn hinzu, und entblößte sein Haupt gegenden Veteranen, so daß sein weißer Federbnsch beinahe den Bodenberührte. War das Aenßere Mnnro's männlicher und erfnrcht-gebictender, so fehlte ihm dagegen die leichte, einschmeichelndeArtigkeit des Franzosen. Beide schwiegen eine Weile, indem siesich mit neugierigem Auge betrachteten; sodann unterbrach Mont-calm, wie es sein höherer Rang und die Art der Unterhandlungmit sich brachte, das Stillschweigen. Nach der gewöhnlichen Be-grüßung wandte er sich an Dnnca» und fuhr mit einem Lächelndes Wiedererkennens in französischer Sprache fort:

Es freut mich, mein Herr, daß Sie uns bei dieser Veran-lassung das Vergnügen Ihrer Gegenwart schenken. Wir könnenso des gewöhnlichen Dolmetschers entbehren: denn bei Ihnen fühleich die gleiche Sicherheit, als wenn ich selbstJhre Sprache spräche."

Dnncan dankte für dieses Compliment; Montealm aber wandtesich zu seiner Bedeckung, welche nach dem Vorgang von Mnnro'sLeuten sich dicht hinter ihm ausgestellt hatte, und fuhr fort:Zurück, Kinder es ist warm! zieht euch ein wenig zurück!"Ehe Major Heyward diesen Beweis von Vertrauen erwie-derte, warf er einen Blick ans die Ebene umher und gewahrtenicht ohne Unruhe die zahlreichen dunkeln Gruppen von Wilden,welche als neugierige Zuschauer der Zusammenkunft aus demSaum der sie umgebenden Wälder hervorschauten.

Herr von Montealm wird ohne Zweifel den Unterschiedunserer Lage einsehen," sprach er mit einiger Verlegenheit, undwies zugleich ans die gefährlichen Feinde, die von allen Seitensichtbar wurden.Entließen wir unsere Bedeckung, so wärenwir der Willkür unserer Feinde preisgegcben."

Monsieur, sie haben das Ehrenwort eines französischen Edel-mannes für Ihre Sicherheit!" erwicderte Montealm, die Handauf das Herz legend;das sollte genügen."