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1 (1853) Der letzte Mohikan : eine Erzählung aus dem Jahre 1757
Entstehung
Seite
129
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boshaft, daß er nothwendig befürchten mußte, es liege ihr eineunheimlichere Leidenschaft als Gewinnsucht zu Grunde.

Geh!" sprach der Hnrone, indem er für de» Augenblick die-sen beunruhigenden Ausdruck seines Antlitzes mit einer todten-ähnlichen Ruhe vertauschte,geh' und sage der schwarzlockigenTochter, daß Magna sie sprechen will. Der Vater wird nichtvergessen, was die Tochter verspricht."

Dnncan, der in dieser Rede des Wilden den Wunsch nacheinem weitern Unterpfands dafür erblickte, daß die versprochenenGaben ihm auch wirklich zu Thcil werden sollten, zog sich lang-sam und zögernd nach der Stelle zurück, wo die Schwestern vonihrer Anstrengung ansrnhten, um seinen Auftrag an Cora auszu-richtcn.

Sie wissen, von welcher Art die Wünsche eines Indianerssind," schloß er, sie zu der Stelle führend, wo sie erwartet wurde.Sie müssen freigebig mit Anerbietungen von Pulver und Deckensein. Geistige Getränke stehen jedoch bei Leuten, wie er, obenan; auch wäre es gntz, wenn Sie ihm ein Geschenk von IhrerHand mit jener Grazie, die Ihnen so eigenthümlich ist, anbietcnwürden. Bedenken Sie, Cora, daß von Ihrer Geistesgegenwartund Besonnenheit sogar Ihr Leben und das Alicens abhängt!"

Und das Ihrige, Heyward!"

Das meinige kommt wenig in Betracht, es ist bereits anmeinen König verkauft, und gehört dem ersten besten Feinde, deres mir nehmen kann. Ich habe keinen Vater, der mich erwartet,und nur wenige Freunde, die ein Schicksal beklagen, nach welchemich mit der nicht zu stillenden Sehnsucht der Jugend nach Aus-zeichnung gedürstet habe. Aber still! wir nahen uns dem India-ner. Magna, die Lady, mit welcher du zu sprechen gewünscht,steht vor dir."

Der Indianer erhob sich langsam von seinem Sipe und standfast eine Minute schweigend und regungslos vor ihr. Dann

Der letzte Mc'hikan. 9