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1 (1853) Der letzte Mohikan : eine Erzählung aus dem Jahre 1757
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langer im Zweifel wäre;und wird der Häuptling ron WilliamHenry nicht mehr erfreut sein, wenn er seine Töchter wiedersieht/ ehe noch eine zweite Nacht sein Herz gegen ihren Verlustverhärtet und ihn mit seinen Geschenken weniger freigebig ge-macht haben wird?"

Lieben die Blaßgesichter ihre Kinder weniger am Morgen,als am Abend?" fragte der Indianer kalt.

Keineswegs," erwiederte Heyward, besorgt, seinen Fehler zuverbessern, wenn er einen gemacht,der weiße Mann vergißt oftden Begräbnißplatz seiner Väter; er gedenkt zuweilen nicht mehrderer, die er lieben sollte und zu lieben versprochen hat; aberdie Zärtlichkeit eines VaterS für sein Kind darf nie ersterben."

Und ist das Herz des wcißköpfigen Häuptlings sanft, wirder lange an die Kinder denke», die seine Sgnaws *) ihm gegebenhaben? Er ist so hart gegen seine Krieger, und seine Augen sindans Stein gebildet!"

Er ist streng gegen die Trägen und Bösen, aber gegen dieNüchternen und Verdienstvollen ist er ein gerechter und gütigerFührer. Ich habe schon viele liebevolle und zärtliche Aeltern ge-sehen, aber noch keinen Mann, dessen Herz gegen sein Kind zärt-licher gesinnt gewesen wäre. Du hast den Grankopf vor derFronte seiner Krieger gesehen, Magna; aber ich habe erlebt, wieseine Angen in Thränen schwammen, wenn er von diese» Kindernsprach, die nun in deinen Händen sind!"

Heyward schwieg: denn er konnte sich den auffallenden Ans-druck nicht erklären, der sich über die schwärzlichen Züge des auf-merksamen Indianers blitzschnell verbreitete. Zuerst war es, alsob die Erinnerung an die versprochene Belohnung in seinem Geistelebendig würde, wie er von den Quellen väterlicher Zärtlichkeithörte, die ihm de» Besitz jener sichern würden; während Dnncanaber weiter r edete, wurde der Ausdruck der Freude so grimmig

*1 Weiber.