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„So geben wir ihnen die Ziigel und lassen sie frei im Waldelaufen," wagte Heyward zu rathen.
„Nein, es ist besser, wir leiten die Schufte irre, und lassen sieglauben, es bedürfe Rossesschnelle, um ihr Wildpret zu erjagen.Ja, ja, das blendet die Feuerkugeln ihrer Angen! Chiugack —St! Was rührt sich hier im Gebüsch?"
„Das Füllen!"
„Das Füllen wenigstens muß sterben," murmelte der Kund-schafter, nach der Mahne des flinken Thieres greifend, das schnellseiner Hand entschlüpfte; „Uncas, deine Pfeile!"
„Halt!" rief der Eigenthümer des zum Tode vernrtheilten Thiereslaut, ohneRücksichtanfdas Flüstern, in welchemdieNebrigen sprachen;„oerschont mir Mirjams Füllen! Es ist der artige Sprößling einertreuen Mutter und wird mit Willen keinen Schaden thun."
„Wenn Menschen kämpfen für das nackte Leben, das Gottihnen gegeben hat," sprach der Kundschafter ernst, „so ist ihnendas eigene Geschlecht nicht mehr als die Bestien des Waldes.Wenn Ihr wieder sprechet, so überlass ich Euch der Willkür derMaquas! Den Pfeil aufgelegt, Uucas, und gut gezielt, wir habenkeine Zeit, um einen zweiten zu versende»!"
Die leisen, murrenden Töne seinerdrohenden Stimme waren nochhörbar, als schon das verwundete Füllen sich bäumte und dann ansdieKniee niederstürzte. Chingachgook trat herzu, stieß ihm blitzschnelldas Messer durch die Kehle und warf das sich sträubende Schlachtopferin den Fluß, von dessen Strömung es fvrtgerissen ward, währendes noch hörbar mit dem schwindenden Leben nach Athem schnappte.Dieser Akt scheinbarer Grausamkeit, aber wirklicher Nothwendigkeit,machte, als Beweis der drohenden Gefahr, in der sie schwebten, aufdie Gemüther der Reisenden einen furchtbaren Eindruck, der durchdie ruhige, aber feste Entschlossenheit der handelnden Personen beidemSchauspielnoch erhöht werden mußte. DieSchwestern schaudertenund drängten sich fester an einander, während Heyward instinktmäßig