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5 (1838) Immanuel Kant's Metaphysik der Sitten : in zwei Theilen, Rechtslehre, Tugendlehre, nebst den kleineren Abhandlungen zur Moral und Politik
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Ueber die Buchmacherei.

ten würde sich das Volk doch bei der Errichtung gewisser im Personalwechselnden Landescollegicn besser, als bei der Ansetzung der Regierungmit alten bleibenden Räthen, die zuletzt gemeiniglich den Despoten spie-len, und glücklicher finden; des vorgeschlagenen Erbpastors nicht zu ge-denken: als wodurch sich die O bscurantenzunft der Geistlichen ver-ewigen müßte. Zm zehnten, wie im eilften, hieß es, ist die An-ckelung der Mißheirathen eine Grille der alten Lehnsverfassung, zumNachtheilder durch die Natur Geadelten, und es ist vielmehr ein Beweisder Aufkeimung edler Gefühle im Volk, wenn es sich, wie bei den Fort-schritten in der Aufklärung unausbleiblich ist, Talent und gute Den-kungsart über die Musterrolle des anerbenden Ranges wegsetzt;sowie im zwölften man zwar die Gutmütigkeit der alten Tante, dem jun-' gen unmündigen, zum künftigen Herzog muthmaßlich bestimmten Kinde,che es noch versteht, was das sagen wolle, belächeln wird; es aber zumStaatsprincip zu machen, ungereimte Zumuthung sein würde. Und so ver-wandeln sich des Volks Launen, wenn es beschließen darf, sich selbst einenerblichen Gouverneur zu geben, der doch selbst noch Unterthan bleibt, in Miß-gestalten, die ihrer Absicht (auf Glückseligkeit) so sehr entgegen sind, daß esheißen wird: l'urpiter krlrum llesinit in pisceiu mnlier kormoso superiie.

Man kann also jede aufs Glückseligkeitsprincip gegründete Verfas-sung, selbst wenn man » priori mit Sicherheit angeben könnte, das Volkwerde sie jeder anderen vorziehen, ins Lächerliche parodiren; und indemman die Rückseite der Münze aufwirft von der Wahl des Volks, das sicheinen Herrn geben will, dasselbe sagen, was jener. Grieche vom Heirathmsagte:was du auch immer thun magst, es wird dich gereuen."

Herr, Friedrich Nicolai also ist mit seiner Deutung undVertheidigung in der vorgeblichen Angelegenheit eines^ Anderen(nämlich Möser's) verunglückt. Es wird aber schon besser gehen,wenn wir ihn mit seiner eigenen beschäftigt sehen werden.

Zweiter Brief.

An Herrn Friedrich Nicolmi, den Verleger.

.Die Buchmacherei ist kein unbedeutender Erwerbszweig ineinem der Cultur nach schon weit fortgeschrittenen gemeinen Wesen; wo die