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Zum ewigen Frieden. 2. Abschn.
wunderung, was sie, (ohne daß man recht weiß, wo es herkommt,)diesen gewächslosen Gegenden zubringt, ohne welches Material sieweder ihre Fahrzeuge und Waffen, noch ihre Hütten zum Aufent-halt zurichten könnten; wo sie dann mit dem Kriege gegen die
Thiere genug zu thun haben, um unter sich friedlich zu leben--
Was sie aber dahin getrieben hat, ist vermuthlich nichts Ande-res, als der Krieg gewesen. Das erste Kriegswerkzeug aberunter allen Thiercn, die der Mensch binnen der Zeit der Erdbevöl-kerung zu zähmen und häuslich zu machen gelernt hatte, ist dasPferd, (denn der Elephant gehört in die spätere Zeit, nämlichdes Luxus schon errichteter Staaten,) so wie die Kunst, gewisse,für uns jxtzt, ihrer ursprünglichen Beschaffenheit nach nicht mehrerkennbare Grasarten, Getraide genannt, anzubauen, imgleichendie Vervielfältigung und Verfeinerung der Obstarten durch Ver-pflanzung und Einpfropfung, (vielleicht in Europa blos zweierGattungen, der Holzäpfel und Holzbirnen,) nur im Zustande schonerrichteter Staaten, wo gesichertes Grundeigenthum Statt fand, ent-stehen konnte, — nachdem die Menschen vorher in gesetzloser Frei-heit von dem Jagd-*), Fischer- und Hirtenleben bis zum Acker-leben durchgedrungen waren, und nun Salz und Eisen erfundenward, vielleicht die ersten weit und breit gesuchten Artikel einesHandelsverkehrs verschiedener Völker wurden, wodurch sie zuerst inein friedliches Verhältniß gegen einander, und so selbst mitEntfernteren in Einverständniß, Gemeinschaft und friedliches Wer-hältniß unter einander gebracht wurden.
*) Unter allen Lebensweise» ist das Jagdlcben ohne Zweifel der ge-sitteten Verfassung am Meisten zuwider; weil die Familien, die sich da ver-cinzclnen müssen, einander bald fremd und sonach in weitlöuftigen Wäldernzerstreut, auch bald feindselig werden, da eine jede zu Erwerbung ihrerNahrung und Kleidung viel Raum bedarf. — Das Noachischc Blut-verbot, 1 M. IX, 4—6, (welches, öfters wiederholt, nachher gar den neu-angenommenen Christen aus dem Heidenthum, obzwar in anderer Rücksicht,von den Judenchristen zur Bedingung gemacht wurde, Apost- Gesch. XV.20. XXl, L5.—) scheint uranfanglich nichts Anderes, als das Verbot des Zö-ge rieben s gewesen zu sein-, weil in diesem der Fall, das Fleisch roh zuessen, oft eintrcten muß, mit dem Letzteren also Las Erste» zugleich verboten wird-