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5 (1838) Immanuel Kant's Metaphysik der Sitten : in zwei Theilen, Rechtslehre, Tugendlehre, nebst den kleineren Abhandlungen zur Moral und Politik
Entstehung
Seite
349
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des Büchernachdrucks.

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des Verlegers überhaupt, (er sei bevollmächtigt oder nicht,) an.Ob nämlich ein Buch eine Waarc sei, die der Autor, es sei mit-telbar oder vermittelst eines Anderen, mit dem Publicum verkehren,also, mit oder ohne Vorbehalt gewisser Rechte, veräußern kann;oder ob es vielmehr ein bloser Gebrauch seiner Kräfte (oxera)sei, den er Anderen zwar verwilligen (voiiceckere), niemalsaber veräußern (alienare) kann? Ferner: ob der Verleger seinGeschäft in seinem Namen, oder ein fremdes Geschäft im Nameneines Anderen treibe?

In einem Buche als Schrift redet der Autor zu seinemLeser; und der, welcher sic gedruckt hat, redet durch seine Exem-plare nicht für sich selbst, sondern ganz und gar im Namen desVerfassers. Cr stellt ihn als redend öffentlich auf, und vermitteltnur die Uebcrbringung dieser Rede ans Publicum. Das Exemplardieser Rede, es sei in der Handschrift oder im Druck, mag gehören,wem es wolle; so ist doch, dieses für sich zu brauchen oder damitVerkehr zu treiben, ein Geschäft, das jeder Eigcnthümer desselbenin seinem eigenen Namen und nach Belieben treiben kann.Allein Jemand öffentlich reden zu lassen, seine Rede als solcheins Publicum zu bringen, das heißt, in jenes Namen reden undgleichsam zum Publicum sagen:durch mich läßt ein Schriftstellereuch dieses^ oder jenes buchstäblich hinterbringen, lehren u. s. w.Ich verantworte nichts, selbst nicht die Freiheit, die jener sichnimmt, öffentlich durch mich zu reden; ich bin nur der Vermittlerder Gelangung an euch;" das ist ohne Zweifel ein Geschäft, welchesman nur im Namen eines Anderen, niemals in seinem eigenen (alsVerleger) verrichten kann. Dieser schafft zwar in seinem eigenenNamen das stumme Werkzeug der Uebcrbringung einer Rede desAutors ans Publicum*) an, aber daß er gedachte Rede durch den

*) Et» Buch ist das Werkzeug der Ueberbringung ciner Rede ans Pu-blicum, nicht blas der Gedanken, wie etwa Gemälde, symbolische Vorstellungirgend einer Idee oder Begebenheit. Daran liegt hier das Wesentlichste, daßes keine Sache ist, die dadurch überbracht wird; sondern eine »per», näm-lich Siede, und zwar buchstäblich. Dadurch, daß es ein stummes Werkzeug