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5 (1838) Immanuel Kant's Metaphysik der Sitten : in zwei Theilen, Rechtslehre, Tugendlehre, nebst den kleineren Abhandlungen zur Moral und Politik
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95
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(Ei'ntheilung der erwcrblichen Rechte aus Vertragen.) §31. 95

Menschen in die Hände zu schaffen, daß dieser demjenigen Fleiß-durch welchen die Waare (in Natur- oder Kunstproducten) haterworben werden müssen und gegen welchen jener ausgetauscht wird,gleich komme. Denn wäre es leichter, den Stoff, der Geld heißt,als die Waare anzuschaffen, so käme mehr Geld zu Markte, alsWaare seil steht; und weil der Verkäufer mehr Fleiß auf seine Waareverwenden müßte, als der Käufer, dem das Geld schneller zuströmt,so würde der Fleiß in Verfertigung «der Waare und so das Gewerbeüberhaupt mit dem Erwerbfleiß, der den öffentlichen Reichthum zurFolge hat, zugleich schwinden und verkürzt werden. Daher könnenBanknoten und Assignaten nicht für Geld angesehen werden, ob siegleich eine Zeit hindurch die Stelle desselben vertreten; weil es bei-nahe gar keine Arbeit kostet,' sie zu verfertigen, und ihr Werth sichblos auf die Meinung der ferneren Fortdauer der bisher gelungenenUmsetzung derselben in Baarschaft gründet, welche, bei eineretwanigen Entdeckung, daß die letztere nicht in einer zum leichtenund sicheren Verkehr hinreichenden Menge da sei, plötzlich verschwin-det und den Ausfall der Zahlung unvermeidlich macht. So istder Erwerbfleiß derer, welche die Gold- und Silberbergwerke in Peruoder Neumexico anbauen, vornehmlich bei den so vielfältig miß-lingenden Versuchen eines vergeblich angewandten Fleißes im Auf-suchen der Erzgänge wahrscheinlich noch größer, als der auf derVerfertigung der Maaren in Europa verwendete, und würde, alsunvergolten, mithin von selbst nachlaffend, jene Länder bald inArmuth sinken lassen, wenn nicht der Fleiß Europens dagegen, ebendurch diese Materialien gereizt, sich Proportionirlich zugleich erweiterte,um bei jenen die Lust zum Bergbau, durch ihnen angebotene Sachendes Luxus, beständig rege zu erhalten; so daß immer Fleiß gegenFleiß in Concurrenz kommen.

Wie ist es aber möglich, daß das, was anfänglich Waare war,endlich Geld ward? Wenn ein großer und machthabender Verthuereiner Materie, die er Anfangs blos zum Schmuck und Glanz seinerDiener (des Hofes) brauchte (z. B. Gold, Silber, Kupfer, odereine Art schöner Muschelschalen, Cauris, oder auch, wie in Congo,