dem lebhaftesten Interesse: bei dem Schlnffe ihrer Unterhaltungging jedoch die ernste Aufmerksamkeit seines Gesichts in eine Artinnerlichen Lächelns über. Er schüttelte den Kops, fuhr mit derHand über die Stirne und schien anderer Zeiten zu gedenken.Mason achtete wenig ans den Ausdruck seiner Züge und fuhr fort:
„Ich will das glauben) denn sic kam mir wie der eingefleischteEigennutz vor."
„Ihr Eigennutz thnt nur wenig Schaden," versetzte Dnnwoo-die. „Das Lästigste an ihr ist aber ihre Abneigung gegen dieSchwarzen. Sie sagt, sie habe nur einen einzigen leiden können."
„Und was war das für Einer?
„Er hies; Cäsar und war Hanssklave bei meinem seligen Groß-vater Wharton. Ich glaube, du kannst dir ihn nimmer denken;er starb mit seinem Herrn in dem gleichen Jahre, als wir nochKinder waren. Katy singt ihm jährlich ein Reqniem, und, ansmein Wort, ich glaube, er verdiente es; denn ich ließ mir sagen,er habe einmal zur Zeit des alten Kriegs meinem englischen Onkel,wie mir den General Wharton nennen, ans einer sehr gefährlichenLage geholfen. Meine Mutter spricht stets mit vieler Liebe vonihm. AlS sie heirathete, kamen beide, Cäsar und Katy mit nachVirginien. Meine Mutter war —"
„Ein Engel," fiel der alte Mann nnvermnthet mit einer Stimmeein, deren Lebhaftigkeit die jungen Krieger in Staunen setzte.
„Kanntet Ihr sic?" ries der Sohn, mit der Glut des Vergnü-gens ans seinen Wangen.
Die Antwort des Fremden wurde durch eine plötzliche und ge-waltige Entladung schweren Geschützes unterbrochen, worauf un-mittelbar rasch nach einander mehrere Mnsketensalven folgten, undin einigen Minuten hallte die ganze Luft von dem Lärm eineslebhaft geführten Kampfes wieder. Die zwei Krieger eilten, vonihrem neuen Bekannten begleitet, schleunigst dem Lager zu. DieAufregung und die Besorgnisse, die durch den nahen Kampf her-