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6 (1853) Der Spion : eine amerikanische Erzählung aus dem Jahre 1780
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Welt, weiß, daß Ihr eine treue Anhänglichkeit an die FreiheitenAmerika s bewiesen habt."

Während dieser Worte richtete Harvey allmählig den KopfMieder ans, bis er ganz aufrecht dastand. Ein schwacües Roth flogüber seine Wangen, und als der Offizier schloß, war eine tiefeGlnt über sein ganzes Gesicht ansgegossen! seine Brust hob sichin stolzeren Gefühle», indes; die Augen bescheiden die Füße desSprechers suchten.

Ich erfülle jetzt nur meine Pflicht, indem ich Euch für dieseDienste belohne. Bisher habt Ihr es immer verschoben, eine Ver-gütung anznnehmen, und die Schuld hat sich bedeutend ange-häust. Ich möchte Eure Wagnisse nicht zu gering anschlagen;hier find hundert Dublonen. Gedenket der Armnth Eures Vater-landes und messt es dieser bei, daß Eure Belohnung so geringausfällt."

Der Hansircr erhob die Angen zu den Zügen des Sprechers;als dieser ihm aber das Geld hinbot, trat er zurück; als ob erden Beutel zurückznmeisen beabsichtige.

Ich gebe zu, es ist nur wenig für Eure Dienste und Ge-fahren," fuhr der General fort;aber es ist Alles, was ich gebenkann. Wenn der Feldzug zu Ende ist, steht es vielleicht in mei-ner Macht, noch etwas Weiteres zu thnn."

Glauben Euer Excellenz, daß ich mein Leben auf's Spiel feisteund meine» Namen der Schande preis gab, um des Goldes willen?"

Wenn nicht um Gold, weßhalb sonst?"

Was hac Euer Excellenz in's Feld geführt? Weßhalb setzenSie täglich und stündlich ihr kostbares Leben den Gefahren derSchlacht und dem Stricke ans? Was ist viel an mir gelegen, wennMänner, wie Sic, ihr Alles für das Vaterland wagen? Neinnein nein nicht einen Dollar von Ihrem Golde will ich be-rühren; das arme Amerika hat Alles nöthig!"

Der Beutel entglitt der Hand des Offiziers und fiel z» den