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6 (1853) Der Spion : eine amerikanische Erzählung aus dem Jahre 1780
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476
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daß irgend Jemand, als Cäsar, welchen ich deiner Gnadeempfehle, von meiner Flucht wüßte. Aber ein Kummer lastetans mir, der mich zn Boden drückt. Blicke auf meinen altengebrechlichen Vater. Man wird ihm das vermeintliche Ver-brechen seines Sohnes Nachträgen. Blicke auf meine hilflosenSchwestern, die ich ohne Beschützer znrücklassen muß. Be-weise mir, daß du uns Alle liebst. Laß dir durch denGeistlichen, den du mitbringen wirst, noch in dieser NachtFranziska antrancn, und werde dadurch zu gleicher ZeitBruder, Sohn und Gatte."

Das Papier entfiel Franziska's Händen. Sie versuchte dieAngen zn Dnnwoodie anfzuschlagen, aber sie senkten sich wiederbeschämt zur Erde.

Bin ich dieses Vertrauens würdig? Wollen Sie mich dieseNacht hinanssenden, um einem Bruder zn begegnen, oder soll ichals der Offizier des Kongresses fort, der einen Offizier Englandsanfsncht?"

Und würden Sie Ihre Pflicht weniger thnn, wenn ich IhrWeib wäre ? Was könnte dadurch in Heinrichs Lage geändert werden ?"

Ich wiederhole cs Ihnen, Heinrich hat Nichts zn fürchten.Harpers Wort ist ihm Bürge dafür. Aber ich will der Welt einenBräutigam zeigen," fuhr der Jüngling vielleicht mit einigerSelbsttäuschung fortder sich auch der Pflicht zn unterziehenweiß, den Bruder seiner Braut gefangen zn nehmen."

Wird die Welt das aber auch begreifen?" sagte Franziskamit einer gedankenvollen Miene, welche tausend Hoffnungen in derBrust des Geliebten rege werden ließ. Die Versuchung war inder That stark, denn cs schien wirklich kein anderer Ausweg vor-handen zn sein, um Dnnwoodie bis zn dem Ablauf der verhäng-nißvollen Stunde zurück zn halten. Die Worte Harpers, welcherihr vor Kurzem noch selbst zngestanden hatte, daß er öffentlichwenig für Heinrich thnn könne, und daß Alles davon abhänge,