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Franziska, ich verlasse Sie mit schwerem Herzen. Haben SieMitleid mit mir, nnd tragen Sie keine Sorge wegen Ihres Bru-ders. Er muß zwar wieder mein Gefangener werden, aber jedesHaar seines Hauptes ist heilig?'
„Halten Sie, Dnnmvodie — ich beschwöre Sic;" rief Franziska,nach Athen; haschend, als sie bemerkte, daß der Weiser der Uhrnoch weit bis zu der ersehnten Stunde hatte, — „ehe Sie andieses traurige Geschäft gehen, lesen Sie noch ein Billct, welchesHeinrich für Sie znrückgclassen hat, ohne Zweifel, weil er an denFreund seiner Jugend zu schreiben dachte."
„Franziska, ich entschuldige Ihre Gefühle; aber es wird eineZeit kommen, wo Sie mir werden Gerechtigkeit widerfahren lassen."
„Die Zeit ist vorhanden," antwortete sie, nnd reichte ihm,unfähig, länger einen Unwillen zur Schau zu tragen, den sie nichtfühlte, die Hand.
„Woher haben Sie dieses Schreiben?" rief der Jüngling,während seine Angen den Inhalt desselben überflogen. „ArmerHeinrich, du bist in der That mein Freund! Wenn irgend Einermein Glück wünscht, so bist du es."
„Es ist so, cs ist so," entgegnete Franziska hastig; „er wünschtIhnen alles Glück. Glauben Sie, was er sagt; jedes seinerWorte ist wahr."
„Ich glaube ihm, holdes Wesen, und er verweist mich auIhre Bestätigung. Könnte ich mich nur Ihrer Liebe eben so ver-sichert halten!"
„Sie können es, Peyton," sagte Franziska mit einem Blickevertrauender Unschuld ans ihren Verehrer.
„Dann lesen Sie selbst und geben Sic Ihren Worten Kraft,"fiel Dnnwoodie ein, indem er ihr das Billet hinbot.
Franziska nahm es verwundert an, nnd las die folgenden Worte:„Das Leben ist zu kostbar, als daß ich es einer unsicher;;
Zukunft anvertranen möchte. Ich verlasse dich, Peyton, ohne