blenden lassen, so sind doch ihre Pferde rasch »nd ihre Säbelscharf. Ha, wir wollen noch, che die Sonne hcraufkommt, sehen,ob es Einer wagen darf, zn sagen, daß die Schönheit derSchwester die schirmende Hülle des Brnders gewesen sei! Ja, ja,es käme mir eben jetzt recht" — snhr er mit bitterem Lachen fort— „wenn sich irgend ein Schuft unterstünde, mir einen solchenVerrath zur Last zn legen."
„Peyton, lieber Peyton," sagte Franziska, vor dem wildenAnsdrncke seines Anges znrückbebend, — „Sie machen mir dasBlnt erstarren — könnten Sie meinen Brnder dem Henker über-liefern ?"
„Würde ich nicht gerne für ihn sterbe» ?" rief Dnnwoodie nndwandte sich mit mehr Milde zn dem Mädchen. „Sie wissen, wiegerne ich es thnn würde. Aber Heinrichs Schritt wirft einengrausamen Verdacht ans mich. Was wird Washington von mirdenken, wenn er erfährt, daß Sie meine Verlobte sind?"
„Wenn dieses das Einzige ist, was Sie veranlaßt, so hartgegen meinen Bruder anfzntreten," crwiederte Franziska mit einemleichten Beben der Stimme, „so lassen Sie es ihn nie erfahren."
„Und das soll ei» Trost sein, Franziska?"
„Nicht doch, lieber Dnnwoodie, ich wollte Ihnen nicht wehethnn. Aber sind wir wohl in Washingtons Angen wirklich sowichtig, als Sie gnzunehmen scheinen?"
„Ich denke, daß mein Name dem Obergcneral nicht ganz un-bekannt ist," sagte der Major mit einigem Stolze; „nnd auch Sicsind nicht so unbeachtet geblieben, als Sie Ihre Bescheidenheitglauben machen will. Ich glaube Ihnen, Franziska, wenn Siemir sagen, daß Sic mich bemitleiden, und cs ist meine Pflicht,mich solcher Gefühle würdig zn erhalten. Doch ich verliere diekostbare» Augenblicke. Wir müssen diese Nacht noch durch dieBerge kommen, um morgen bei Zeit unserem Dienste Ehre machenzn können. Mason wartet bereits ans den Befehl zum Aufsitzen. —