zu befürchten sei. Sic verbarg sich daher in einer Ecke der amWege liegenden Verzäunung, und blieb eine Weile ruhig, bis dieReiter vorüber waren. Es war eine kleine Abtheilung Drago-ner, welche nicht die Uniform der Virginier trugen, und inscharfem Trabe vorbei eilten. Ein in einen weiten Mantel ge-hüllter Mann, in welchem Franziska sogleich Harper erkannte,folgte ihnen. Hinter ihm ritt ein Schwarzer in Livree, und zweijunge Männer in Uniform bildeten den Nachtrab. Sie zogenjedoch nicht dem Lager zu, sondern schlugen einen Weg ein, wel-cher links in's Gebirge führte.
Franziska dachte verwundert nach, wer wohl dieser unbekannte,aber mächtige Freund ihres Bruders sein mochte, glitt dann überdas Feld hin, näherte sich vorsichtig der Wohnung, nnd kam un-entdcckt nnd wohlbehalten wieder zu Hanse an.
Einunddreitziqstes Kapitel.
Fort, blöde Scheu!
Du. heil'ge Unschuld, hilf mir offen reden:
„Ich bin Eu'r Weib, wenn Ihr mich haben wollt. "Der Sturm.
Franziska erfuhr von Miß Peyton, daß Dnnmoodie noch nichtznrückgekehrt sei, daß er aber in der Absicht, Heinrich von denBelästigungen des vermeintlichen Fanatikers zu befreien, einensehr achtbaren Geistlichen ihrer eigene» Confession, den er amFlusse getroffen, ersucht habe, hieher zu reiten nnd seine Diensteanznbieten. Dieser war bereits angelangt, nnd hatte die halbeStunde seiner Anwesenheit in einer theilnehmcnden nnd vieleBildung verrathenden Unterhaltung mit der Jungfrau zugebracht,ohne daß jedoch dabei von ihren häuslichen Bekümmernissen dieRede gewesen wäre.
Ans Miß Peytons ungeduldige Fragen über den Erfolg ihresromanhaften Ausflugs konnte Franziska nichts weiter erwiedern,