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6 (1853) Der Spion : eine amerikanische Erzählung aus dem Jahre 1780
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Geh', geh', lieber Heinrich," sagte Franziska, indem sie ihrenBruder umarmte,geh'; denk' an unfern Vater; denk'an Sara."Sic erwartete keine Erwiederung, sondern drängte ihn sanft durchdie Thüre und schloß mit eigenen Händen.

Eine kleine Weile fand noch zwischen Heinrich und dem Hau-sirer ein lebhafter Wortwechsel statt, bis endlich der Letztere siegte;und das athemlose Mädchen hörte die sich entfernenden Tritte,als die Beide» in größter Schnelle an der Seite des BergesHinnntereilten.

Sobald Alles ruhig war, kam Harper wieder zum Vorschein-Er nahm schweigend Franziska's Arm und führte sie aus derHütte. Der Weg schien ihm bekannt, denn er bestieg zuerst denüber dem Hänschen liegenden Felsen, führte seine Gefährtin überdie Abplattung des Gipfels, machte sie vorsorglich anf die kleinenSchwierigkeiten des Weges aufmerksam, und suchte sie gegen jedeBeschädigung sicher zu stellen.

Franziska fühlte, als sie an der Seite dieses geheimnißvollenMannes ging, daß sie es hier nicht mit einem gewöhnliche» Men-schen zu thnn habe. Sein sicherer Tritt und sein besonnenesWesen schienen einen festen und entschlossenen Geist zu verkünden.Sie stiegen mit großer Schnelle und geringer Gefahr an der Rück-seite des Berges hinunter, und erreichte» die Lichtung, von derans das Mädchen eine Stunde bis znm Gipfel zngebracht hatte, inzehn Minuten. Harper bog jetzt in einen der Heerdenwege ei»und schritt mit raschen Tritte» über den freien Platz, bis sie aneine Stelle kamen, wo ein anfgezäumtes Pferd stand, welches auf«ine» Reiter von nicht unbedeutendem Range schließen ließ. Dasedle Thier wieherte und stampfte die Erde, als sich sein Herrnäherte und die Pistolen wieder in die Halftern steckte.

Der Fremde wandte sich nun um, ergriff Franziska's Handund sprach folgende Worte:

Sie haben diese Nacht Ihren Bruder gerettet, Miß Wharto».