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abgeschlossene Behausung zu finden hoffte, ohne jedoch etwas, daseiner Wohnung nur im mindesten ähnlich sah, zu entdecken. Ver-geblich durchspürte sie jeden Winkel des Felsen nnd jeden Theil desGipfels, wo ihrer Meinung nach die Hütte des Hausirers stehenkonnte. Aber weder diese, noch irgend eine Spur eines mensch-lichen Wesens ließ sich auffinden. Der Gedanke einer solchen Ein-samkeit wirkte erschütternd aus die Seele des furchtsamen Mädchens.Sie näherte sich dem Rande eines überhängcnden Felsens, nnd alssic sich vorwärts beugte, um nach den Spuren des Lebens imThale zu blicken, strahlte ihr plötzlich ein Helles Licht entgegen, undeine warme Luft umwehte ihren ganzen Körper. Als sich Franziskavon ihrer Ueberraschung erholt hatte, betrachtete sie sich den Bor-sprung genauer, und gewahrte nunmehr, daß sie gerade über demGegenstand ihres Forschend stand. Der Rauch stieg durch eineDachöffnung in die Höhe, nnd ließ, wenn er wcggeweht wurde,im Innern der Hütte ein Helles Feuer erkennen, welches ans einemrohen, steinernen Herde lustig prasselte und flackerte. Der Zu-gang zu der Vorderseite dieser ärmlichen Wohnung wurde durcheinen Pfad vermittelt, der sich um die Spitze des Felsens, aufwelchem sie stand, drehte, und sie rasch an die Thüre brachte.
Drei Seiten dieses wunderlichen Gebäudes (wenn man cs sonennen konnte) waren aus Baumstämmen gebildet, welche ein we-nig mehr als bis zur Mannshöhe über einander gelegt waren; dievierte wurde durch die Fclsenwand gebildet, gegen welche cs lehnte.Das Dach bestand aus Baumrinde, die in langen Streifen von demFelsen bis zur Rinne aufgelegt war; die Ritzen zwischen den Holz-blöcken hatten einc Thonverklcidung, die an manchen Stellen herans-gefallcn nnd durch dürre Blätter erseht worden war, um den Zu-gang des Windes auszuschlicßen. Vorn befand sich ein einzigesFenster mit vier Glasscheiben, welches jedoch sorgfältig mit einemBrett geschlossen war, damit der Glanz des Feuers nicht durch-scheine. Franziska betrachtete eine Weile diesen sonderbar ange-