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inerte Licht, und sie selbst mochte wohl, wie Franziska sich ein-bildete, mit zärtlicher Bekümmerniß nach dem Berge blicken, wosic ihre Nichte wußte. Vor den Ställen, in welchen die Pferdeder Dragoner standen, gingen Laternen hin nnd her, nnd da siedachte, es gelte dieses der Vorbereitung zn dem nächtlichen Streif-znge, so sprang sie wieder ans nnd erneuerte ihre Anstrengung.
Unsere Heldin hatte immer noch mehr als eine Viertelmeile zu-riickznlegen, obgleich bereits zwei Drittheile des Berges überwun-den waren. Aber jetzt hatte sie weder einen Weg noch einen Führer,um ihr die Richtung anzngeben. Znm Glück war der Berg kegel-förmig, wie die meisten dieser Kette, nnd wenn sie gerade auf-wärts ging, so konnte sie sicher sein, die ersehnte Hütte zn errei-chen, da diese, so zn sagen, >anf dem obersten Gipfel lag. Fast eineStunde rang sie mit den zahllosen Hindernissen, welche ihr ent-gegentratcn, bis es ihr endlich nach wiederholter Erschöpfung nndöfters nberstandener Gefahr eines Sturzes gelang, die kleine, tafel-förmige Fläche auf der Spitze des Berges zn erreichen.
Erschöpft von der Anstrengung, die für ihre zarte Gestalt eineaußerordentliche genannt werden konnte, sank sie auf einen Felsblock,um für das Zusammentreffen mit ihrem Bruder Fassung nnd Kraftzn gewinnen. Sie hatte sich jedoch bald gesammelt nnd begannnun die Hütte anfznsnchen. Alle benachbarten Berge waren hellvom Monde beleuchtet, und Franziska konnte auf der Stelle, wosie stand, sogar den Straßcnzng von der Ebene bis in's Gcbirgerkennen. Als sie diese Linie mit dem Auge verfolgte, fand siebald anch den Punkt auf, von welchem ans sie die geheimnißvolleWohnung znm ersten Male gesehen hatte, und gerade diesem Punktegegenüber mußte, wie sie wohl wußte, die Hütte stehen.
Der frostige Wind pfiff durch die entblätterten Aeste der knorri-gen, verkümmerten Eichen, nnd Franziska bewegte sich mit soleichten Tritten, daß man kaum das trockene Laub unter ihrenFüßen raffeln hörte, gegen die Seite des Berges hin, wo sie die