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einer edeln Absicht angefeucrt, schritt sie leichten Trittes vorwärts,nnd kam bald ans dem Mantel des Waldes, ans einen freien,mehr ebenen Platz, der augenscheinlich znm Zwecke der Kultur ge-lichtet worden war. Aber der Krieg, nnd vielleicht auch die Un-fruchtbarkeit des Bodens hatten die Ansiedler genöthigt, die derWildniß abgernngenen Vortheilc wieder anfzngeben, nnd bereitsschoß wieder Gesträuch nnd Buschwerk in die Hohe, als ob nieein Pflug seine Furchen in dem Grunde, welcher es nährte, gezo-gen hätte.
Franziska schöpfte ans diesen leichten Spuren menschlichenFleißes wieder frische Lebenskraft, nnd eilte die sanfte Ansteigungmit erneuerter Hoffnung eines glücklichen Erfolges hinan. Jetztaber schweifte der Weg nach so vielen verschiedenen Richtungenab, daß sie bald einsah, wie nutzlos es sein werde, seinen Win-dungen zn folgen; sie verließ ihn daher bei der ersten Krümmung,nnd arbeitete sich in einer Richtung weiter, von welcher sie dachte,daß sie unmittelbar zn dem Gipfel führe» müsse. Der gelichteteGrund war bald zu Ende, und Wälder und Felsblöcke, welchesich an die abschüssige» Seiten des Berges anklammerten, stelltenihrer Wanderung wieder Hindernisse in den Weg. Zuweilen sahsie den Pfad am Saume der Lichtung hinlanfen, nnd dann in ein-zelne grasige Stellen einmünden, aber nirgends konnte sic bemer-ken, daß er weiter nach oben führen müsse. Löckchen von Wolle,die an den Brombeerstanden hingen, erklärten deutlich den Ur-sprung dieser Wege, nnd Franziska folgerte daraus richtig, daßman sich mittelst derselben die Mühe des Herabsteigens erleichternkönne. Das ermattete Mädchen setzte sich auf einen Stein, umwieder eine Weile ansznrnhen nnd zn überlegen. Die Wolkenstiegen vor dem Mond in die Höhe, nnd die ganze Landschaft lagin den sanftesten Lichtern zn ihren Füßen.
Unmittelbar unter ihr zogen sich die weißen Zelte der Milizin regelmäßigen Linien hin. Ans dem Fenster ihrer Tante schiin-