447
wohlgenährten Vollblütern der Dragoner weit nachstand, so wares doch viel besser, als der kleine Klepper, welche» man zn CäsarThompsons Sendung für gut genug gehalten hatte. Etliche Säheüberzeugten den Kapitän, daß er weit hinter seinem Begleiter' Zu-rückbleiben müsse, und ein furchtsamer Blick nach hinten belehrteden Flüchtling, daß seine Feinde in vollem Rennen nachseyten. Indiesem Gefühle der Verlassenheit, welche das Elend doppelt schmerz-lich empfinden läßt, rief Heinrich dem Krämer zu, ihn nicht imStiche zu lassen. Harvey hielt sogleich an, und ließ nun den Ge-fährten an seiner Seite reiten. Der dreieckige Hut und die Pe-rücke waren dem Hansirer bei dem ersten stärkeren Anrennen seinesPferdes vom Kopfe geflogen, und die kurze Entfernung der Dra-goner ließ das laute Lachen derselben, als sie diese Demaskirnnggewahrten, bis zu de» Ohren der Flüchtlinge dringen.
„Wäre es nicht besser, wenn wir die Pferde verließen," sagteHeinrich, „und über das Feld nach den Bergen zu kommen such-ten? — die Verzäunung wird unsere Verfolger aufhalten."
„Das ist der Weg znm Galgen," entgegnete der Hansirer;„diese Kerle machen drei Schritte, bis wir zwei machen, und wür-den sich um die Verzäunung nicht mehr kümmern, als wir unsum diese Fahrleiscn. Wir haben nur noch eine kleine Viertelstundebis zu der Ecke, und hinter dem Gehölz spaltet sich der Weg.Bis sie dann unsere Spur aufgefunden haben, gewinnen wireinen kleinen Vorsprung."
„Aber dieser erbärmliche Gaul ist bereits fertig," rief Heinrich,indem er mit dem Zaumende auf das Thier losschlug, ein Ge-schäft, worin ihn Harvey mit einer tüchtigen Reitpeitsche unter-stühte; „er hält cs keine halbe Meile mehr aus."
„Eine Biertelmeile wird zureichen, eine Viertelmeile wird zu-reichen," sagte der Hansirer; „eine einzige halbe Viertelstunde wirduns retten, wenn Sie meinen Anweisungen Folge leisten."
Etwas beruhigt durch das besonnene, zuversichtliche Benehmen